36 – so viele neue Medikamente haben Pharmaunternehmen 2025 in Deutschland auf den Markt gebracht. Dazu kamen noch mindestens 20 Zulassungserweiterungen von zuvor bereits vermarkteten Medikamenten. So wurde die Anwendbarkeit zahlreicher Krebsmedikamente auf weitere Krebsarten ausgedehnt. Von den 13 neuen Krebsmedikamenten erweiterten jeweils gleich zwei die Therapieoptionen bei Brustkrebs und Nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom.
Unter den Innovationen finden sich auch die ersten neuen Alzheimer-Medikamente seit 23 Jahren. Beide können allerdings nur im Frühstadium und nach aufwendiger Diagnose durch Liquor-Untersuchung oder PET-Scan sowie einem Gentest eingesetzt werden. Das geht aus der Arzneimittel-Innovationsbilanz 2025 hervor, die der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) jüngst veröffentlicht hat.
Zu den ungewöhnlichsten Medikamenten, die 2025 in Deutschland eingeführt wurden, zählt ein Gentherapeutikum zur Behandlung der schweren genetisch bedingten Hautkrankheit Epidermolysis bullosa, das als Gel wöchentlich auf die Haut aufgetragen werden muss, und ein weiteres, das mit der Genschere CRISPR-Cas arbeitet und bei zwei seltenen Erbkrankheiten einsetzbar ist (Sichelzell-Krankheit, Beta-Thalassämie). 13 der Medikamente gegen seltene Krankheiten haben von der EU den Orphan Drug-Status zuerkannt bekommen.
Quelle: Pressemitteilung Verband forschender Arzneimittelhersteller vfa



