Mangelernährung ist ein häufig unterschätztes Problem, insbesondere im Klinikalltag. Studien zeigen, dass bis zu 30% der Krankenhauspatienten mangelernährt bzw. etwa die Hälfte aller geriatrischen Patienten schon bei Klinikeinweisung mangelernährt sind oder ein erhöhtes Risiko dafür haben. Mögliche Folgen: mehr Komplikationen nach Eingriffen, verzögerte Wundheilung, längere Klinikaufenthalte und sogar eine erhöhte Sterblichkeit. Gleichzeitig entstehen jährliche Mehrkosten in Milliardenhöhe. Der Bundestag hat jetzt mit dem kürzlich verabschiedeten Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) auch ein verpflichtendes Ernährungsscreening in Krankenhäusern beschlossen. Damit ist Mangelernährung erstmals gesetzlich verankert.1
Vor allem ältere Menschen leiden unterMangelernährung, häufig als Folge von Erkrankungen. Und dabei ist sie nicht nur ein Problem von Untergewicht, auch formal normgewichtige Patienten können davon betroffen sein. Verbunden damit ist ein erhöhtes Risiko für Muskelschwäche, Stürze und Infektionen. Die Arbeitsgruppe Ernährung und Stoffwechsel der DGG* hat dazu zwei neue Patientenflyer mit neuen praxisrelevanten Erkenntnissen veröffentlicht, die Hilfen in den Bereichen Mangelernährung und Proteinversorgung für ältere Menschen bieten.2
Beide Flyer können kostenlos zur Weitergabe an Patienten, Angehörige und Interessierte heruntergeladen werden unter: Website der Arbeitsgruppe

Quellen:
1 Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM)
2 Pressemeldung Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)



