Querschnittsstudie liefert eine Analyse darüber, wie modifizierbare Lebensstilfaktoren und psychische Belastungen die Akne bei Erwachsenen beeinflussen können.
Die Untersuchung, die in Südchina mit einer robusten Kohorte von 11.922 Teilnehmern durchgeführt und im Februar 2026 via JEADV veröffentlicht wurde, könnte eine kritische Wissenslücke bezüglich des Zusammenhangs zwischen verhaltensbedingten Risiken, psychischem Stress und der Prävalenz sowie Schwere von Akne schließen.
Mittels logistischer Regressionsmodelle wurden signifikante Zusammenhänge zwischen bestimmten Verhaltensweisen und dem Akne-Risiko visualisiert:
- Ausgeprägtes Sitzverhalten: Das Risiko steigt dann signifikant an, wenn die tägliche Sitzdauer vier Stunden überschreitet.
- Schlafhygiene: Späte Schlafenszeiten waren signifikant mit einer erhöhten Akne-Prävalenz assoziiert.
- Interventionsmaßnahmen: Im Gegensatz dazu zeigte regelmäßige körperliche Betätigung einen protektiven Effekt.
Ein zentraler Aspekt dieser Arbeit ist der Einsatz von Mediationsanalysen, um den Einfluss der psychischen Gesundheit zu quantifizieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Symptome von Depression und Angst die Beziehung zwischen sitzendem Lebensstil, spätem Schlafen und Akne teilweise vermitteln.
Die Ergebnisse sprechen für einen Übergang zu einem integrierten biopsychosozialen Ansatz in der klinischen Praxis. Begleitende Lebensstilberatungen – insbesondere zur Reduktion der Sitzzeiten, zur Etablierung früherer Schlafenszeiten und zur Förderung regelmäßiger körperlicher Aktivität – könnten positiv dazu beitragen, das Management der Erwachsenen-Akne zu optimieren und die Patientenoutcomes zu verbessern.
Redaktion (sma)
Quelle: He, J., et al. (2026). Association of lifestyles and mental health with adult acne: A population-based cross-sectional study. JEADV. Vorab-Onlinepublikation. https://doi.org/10.1111/jdv.70345



