Die Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. feiert ihr 30-jähriges Bestehen. Trotz wachsender Aufmerksamkeit bleibt die chronische Erkrankung noch unbekannt. Die Vereinigung engagiert sich für frühe Aufklärung, kostenlose Beratung und bessere Versorgung. Mit dem Behandlungspass, über 100 spezialisierten Zentren und erstmaliger Bundesförderung für Forschungsprojekte wurden wichtige Meilensteine erreicht. Über 4.000 Mitglieder unterstützen die Arbeit der größten Selbsthilfeorganisation in Deutschland.
Aufmerksamkeit für Endometriose wächst
Die Aufmerksamkeit für Endometriose nimmt zu. Dennoch ist die chronische Erkrankung weitgehend unbekannt – obwohl allein in Deutschland circa zwei Millionen Mädchen und Frauen betroffen sind.
Hinter den Betroffenen liegt ein langer Leidensweg, bis sie – oft erst nach Jahren – die richtige Diagnose erhalten.
Eva Walle, Vorstandsvorsitzende der Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V.
Frühe Aufklärung und Beratung auf Augenhöhe
Die Endometriose-Vereinigung setzt bei der Wissensvermittlung bereits in der Schule an. „Oft sind schon junge Mädchen betroffen. Mit unserer Kampagne ‚Jung und Endo’ klären wir Betroffene, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Lehrkräfte über die Erkrankung auf”, erklärt Walle.
Die Vereinigung bietet bundesweit kostenlose Beratungen an. Die Beraterinnen sind erfahren, geschult und selbst betroffen. In über 110 Selbsthilfegruppen können Betroffene Erfahrungen austauschen.
Bessere Versorgung
Seit November 2025 bietet der Endometriose-Behandlungspass konkrete Hilfe. Anja Moritz, Geschäftsführerin der Endometriose-Vereinigung, berichtet: „Die Frauen sind dankbar, dass sie mit dem ‚EndoPass’ endlich ein Instrument in der Hand halten, das ihnen ihren Behandlungsweg zeigt und den Austausch mit Ärztinnen und Ärzten unterstützt.”
Mittlerweile gibt es über 100 auf Endometriose spezialisierte Zentren und Praxen. Die Vereinigung vergibt ein Qualitätssiegel für Einrichtungen, die Betroffene leitliniengerecht und patientinnenorientiert behandeln.
Forschungsförderung
Erstmals fördert auch die Bundesregierung in fünf Projekten die Erforschung der Grundlagen der Krankheit. „Wir sind stolz, dass die Endometriose-Vereinigung mit ihrem politischen Engagement diesen Prozess aktiv angestoßen hat”, erklärt Walle.
30 Jahre Engagement für Betroffene
Seit 30 Jahren engagiert sich die Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. nun bereits für Aufklärung, Beratung und bessere Versorgung. Die 1996 gegründete Selbsthilfeorganisation ist die größte ihrer Art in Deutschland und zählt über 4.000 Mitglieder. Während des Jubiläumsjahres lädt die Vereinigung zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Der Monat März steht traditionell im Zeichen der Endometriose. Am Gründungsort Leipzig finden eine Aktion und eine Lesung statt.
Patientinnen informieren, vernetzen und unterstützen:
– Qualitätssiegel für Praxen und Kliniken
Quelle: Pressemitteilung der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. vom 19.02.2026 : 30 Jahre gemeinsam stark – Die Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. feiert Meilensteine in der Endometriose-Aufklärung und Hilfe für die Betroffenen



