Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) ehrte Dr. Klaus König beim diesjährigen Fortbildungskongress FOKO für sein jahrzehntelanges Wirken. Die Auszeichnung würdigt seinen herausragenden Einsatz für die gynäkologische Versorgung in Klinik und Praxis. Kongressleiter Dr. med. Christian Albring übergab die Ehrenmitgliedschaft und sprach eine Laudatio. Dr. König erhält damit eine besondere Ehrung für außergewöhnlichen berufspolitischen und fachlichen Einsatz.
Kontinuität und Verantwortung seit 1978
Dr. König ist bereits seit dem 1. Januar 1978 Mitglied im BVF. Er arbeite, so Albring, „bis heute mit unverminderter Wachheit, Präzision und Verlässlichkeit” an der Weiterentwicklung des Fachs. Seine Laufbahn steht für Kontinuität und Verantwortung. Von 1985 bis 1992 war er stellvertretender Bezirksvorsitzender in Frankfurt am Main, danach bis 1997 Bezirksvorsitzender. Zudem leitete er von 1992 bis 2017 den Landesverband Hessen und war viele Jahre Mitglied des BVF-Bundesvorstands – zuletzt als zweiter Vorsitzender.
Prägende Rolle in der Berufspolitik
Auch über den Verband hinaus prägte Dr. König die Berufspolitik in Deutschland maßgeblich. Er engagierte sich als Mitglied der Ärztekammerversammlung und KV-Vertreterversammlung, des Deutschen Ärztetags und der KBV-Vertreterversammlung. Besonders in der Leitlinienarbeit schlug König Brücken zwischen wissenschaftlicher Evidenz, klinischer Erfahrung und praktischer Umsetzbarkeit. Dies zeigte sich etwa bei Themen wie Peri- und Postmenopause, fetaler Überwachung oder der Mammakarzinomversorgung.
Aktuelle Expertise in der Bundesärztekammer
Aktuell bringt er seine Expertise in die Arbeit der Bundesärztekammer ein. Dort arbeitet er etwa an der Weiterentwicklung der Gebührenordnung für Ärztinnen und Ärzte mit. „Es ist unmöglich, alle seine Verdienste aufzuzählen – sie sind umfassend und begründen die Entscheidung für die Verleihung”, so Albring abschließend.
Appell an die junge Generation
Dr. König zeigte sich von der Auszeichnung gerührt. In seiner Dankesrede betonte er die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlicher Gesellschaft und Berufsverband. Diese sei heute selbstverständlich, musste aber in früheren Jahren erkämpft werden. Besonders appellierte er an die junge Generation von Ärztinnen, sich aktiv berufspolitisch zu engagieren. Die Arbeit in der Praxis sei nicht nur ein Einkommen, sondern auch eine Verpflichtung, das Fachgebiet gemeinsam weiterzuentwickeln. „Ich hoffe, dass alle diese Verantwortung annehmen werden”, so König.



