Gynäkologie » Gynäkologische Onkologie » Zervixkarzinom

»

Information zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung in Leichter Sprache

Information zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung in Leichter Sprache

Berufspolitik

Gynäkologie

Gynäkologische Onkologie

Zervixkarzinom

2 MIN

Erschienen in: gyne

Die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird durch neue Informationsmaterialien in Leichter Sprache für alle Frauen zugänglicher. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) stellt zwei nach Patientinnenalter differenzierende Versionen zum Download bereit, die medizinische Hintergründe, Screeningabläufe und Testmethoden verständlich erklären. Frauen zwischen 20 und 34 Jahren steht ein jährlicher Pap-Abstrich zu, während Frauen ab 35 Jahren alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung aus HPV-Test und zytologischer Untersuchung erhalten können. Die Materialien informieren auch über die Wahrscheinlichkeit auffälliger Befunde mit und ohne HPV-Impfung.

Versicherteninformation jetzt auch in Leichter Sprache

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bietet die Versicherteninformation zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs jetzt in Leichter Sprache zum Download an. Gesetzliche Krankenkassen und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte können ihre Patientinnen darauf hinweisen. Die Informationen sind in zwei Versionen verfügbar, nach Patientinnenalter differenziert:

Umfassende Aufklärung für Patientinnen

Die Texte informieren Versicherte über medizinische Hintergründe zu Gebärmutterhalskrebs und erklären den Ablauf des Screenings sowie die eingesetzten Testmethoden. Zudem enthält die Leichte-Sprache-Version Informationen zur Wahrscheinlichkeit auffälliger Befunde – sowohl mit als auch ohne Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV).

Regelmäßige Information für Versicherte

Seit Beginn des Früherkennungsprogramms erhalten Frauen zwischen 20 und 65 Jahren regelmäßige Informationen zur Teilnahmemöglichkeit. Ihre Krankenkasse sendet ihnen alle fünf Jahre ein Anschreiben mit detaillierten Erläuterungen zum Programm sowie zu Nutzen und Risiken der angebotenen Untersuchungen.

Untersuchungsangebote zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Teilnahmeberechtigung:
– Frauen ab 20 Jahren
– Keine Altersobergrenze

Untersuchungen für Frauen von 20 bis 34 Jahren:
– Jährlicher Pap-Abstrich (zytologische Untersuchung) inklusive klinischer gynäkologischer Untersuchung
– Bei Bedarf Folgeuntersuchungen: erneute Zytologie, HPV-Test oder Kolposkopie


Untersuchungen für Frauen ab 35 Jahren:

– Alle drei Jahre Kombinationsuntersuchung bestehend aus HPV-Test und zytologischer Untersuchung inklusive klinischer gynäkologischer Untersuchung
– Bei Bedarf Folgeuntersuchungen: erneute Ko-Testung oder Kolposkopie


Zusätzlich:
Jährliche klinische gynäkologische Untersuchung unabhängig vom organisierten Programm möglich

KI-gestützt, redaktionell bearbeitet nh

Quellen:

  1. Pressemitteilung des G-BA vom 20.08.2025: Fachnews: Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs – Versicherteninformation jetzt auch in Leichter Sprache
  2. Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs des G-BA. Zugegriffen: 21.08.2025

Bilderquelle:© Mikhaylovskiy – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Schwangere Frau sitzt erschöpft unter Sonnenschirm am Strand als Symbol dafuer, dass Hitzeexposition das fetale Wachstum beeinflussen kann

Hitzeexposition beeinflusst fetales Wachstum

News

Klimaerwärmung und Schwangerschaft: Hitzeexposition verringert die Körperlänge bei Neugeborenen. Forschende der MedUni Wien zeigen den Zusammenhang zwischen Temperatur und fetalem Wachstum.

Gynäkologie

Schwangerschaft

Allgemeines

Beitrag lesen
Endoskopische Instrumente bei einer minimalinvasiven Brustoperation als Symbol fuer die endoskopische Mastektomie am UKSH

UKSH setzt auf endoskopische Mastektomie

News

Kann eine endoskopische Mastektomie das Körpergefühl nach Brustkrebs verbessern? Am UKSH Kiel wird das neue Verfahren mit seitlichem Zugang erstmals in Schleswig-Holstein wissenschaftlich begleitet.

Gynäkologie

Senologie

Mammakarzinom

Beitrag lesen
Neugeborenes mit Markierungsbaendchen, gehalten von einer Hand, als Symbol fuer Kostendruck und Fachkraeftemangel in der Geburtshilfe

Kostendruck und Fachkräftemangel in der Geburtshilfe

News

Mehr Geburten pro Klinik, aber weniger Erlöse: Die Geburtshilfe konzentriert sich auf größere Häuser, doch das Kostenproblem bleibt. Das Kompendium Geburtshilfe zeigt auf, warum 79 Prozent der kleinen Kliniken rote Zahlen schreiben.

Gynäkologie

Geburtshilfe

Beitrag lesen