Mikronährstoffe sind lebenswichtig – und dennoch erreichen viele Frauen im gebärfähigen Alter nicht die empfohlenen Mengen. Besonders in der Präkonzeptionsphase, Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf deutlich erhöht. Doch Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander: Der Ernährungsstatus vieler Frauen ist gerade bei essenziellen Mikronährstoffen wie Folsäure, Omega-3 DHA, Vitamin D, Jod und Eisen unzureichend.
Mikronährstoffe in den ersten 1.000 Tage – ein kritisches Zeitfenster
Die Phase von der Konzeption bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes gilt als kritisches Zeitfenster für die Gesundheit von Mutter und Kind. Was in dieser Zeit an Nährstoffen zugeführt wird – oder fehlt – kann durch epigenetisches „Imprinting” die spätere Gesundheit des Kindes bis ins Erwachsenenalter prägen. Das Prinzip „Developmental origins of adult health and disease” verdeutlicht: Eine ausgewogene Mikronährstoffversorgung ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um das Risiko für nicht übertragbare Krankheiten wie Adipositas und Diabetes zu verringern.
Doch die Realität sieht anders aus: Viele Mikronährstoffe können nicht allein durch eine ausgewogene Ernährung in ausreichender Menge aufgenommen werden. Hier setzt eine gezielte, phasenabhängige Supplementierung an – idealerweise bereits vor der Schwangerschaft.



