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Risikoadaptierte Krebsfrüherkennung bei Mammographie-Screening

Porträtaufnahmen der Ärztinnen Rita Schmutzler und Kerstin Rhiem

Risikoadaptierte Krebsfrüherkennung bei Mammographie-Screening

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Erschienen in: gyne

Die Deutsche Krebshilfe hat die Projekte zu ihrem Förderprogramm „Krebs-Prävention und -Früherkennung“ bekannt gegeben. Mit 1,38 Millionen Euro gefördert wird auch das Projekt „Modellhafte Implementierung einer personalisierten Risikoprädiktion und -kommunikation für eine risikoadaptierte Krebsfrüherkennung im Mammographie Screening (DKH – MyRisk)“ von Prof. Rita Schmutzler und Prof. Kerstin Rhiem vom Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Uniklinik Köln. Die Kölner Wissenschaftlerinnen sind Koordinatorinnen und Sprecherinnen eines Verbundprojektes, das mit den Universitätskliniken Berlin, Köln und Münster sowie dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg durchgeführt wird. Zielgruppe der auf drei Jahre angelegten Studie sind 50- bis 54jährige gesunde Frauen, die zum ersten Mal an einem Mammographie-Screening teilnehmen. 

Das Ziel ist die Entwicklung eines umfassenden Risikoabschätzungs- und Kommunikationskonzeptes, dessen Ergebnisse inklusive Handlungsempfehlungen in eine mobile App integriert werden. Über die App sollen Frauen später auf transparente Weise durch den komplexen Inhalt einer persönlichen Risikoabschätzung für die Entwicklung von Brustkrebs geführt werden, um informierte Entscheidungen über die Inanspruchnahme persönlicher Maßnahmen, Änderungen des Lebensstils und Optionen für ein risikoangepasstes Brustkrebs-Screening zu ermöglichen.

Krebsprävention hat höchste Priorität

Die Nationale Dekade gegen Krebs hat die Krebsprävention zu einem vorrangigen Thema erklärt und sieht in der risikoangepassten Früherkennung eine wichtige Option für eine verbesserte Vorsorge. Zum Brustkrebs wurde in diesem Bereich Pionierarbeit geleistet – der Umgang mit der persönlichen Risikobewertung und die Umsetzung in risikoangepasste Maßnahmen bleiben jedoch eine Herausforderung. 
Um herauszufinden, welche Kombination von validierten Risikokommunikations-formaten am effektivsten zum Verständnis des persönlichen Risikos beitragen, werden im Vorfeld der MyRisk-Studie Fokusgruppen befragt. Die Palette der Kommunikationsformate, die das persönliche Risiko im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung zeigt, ist vielfältig. Sie werden durch Diskussion mit den Teilnehmerinnen bewertet.

Betroffene werden einbezogen

Die Patientinnenorganisation „BRCA-Netzwerk“ ist schon seit langem in die Entwicklung und Begleitung von Studien eingebunden und wird auch bei „MyRisk“ eine wichtige Rolle spielen: „Viele der Patientinnen und Ratsuchende in dem Netzwerk sind sehr vertraut im Umgang mit Krankheitsrisiken und teilweise zu echten Expertinnen auf diesem Gebiet geworden. Eine Vertreterin des Netzwerks wird uns als aktives Mitglied im Projektteam begleiten und insbesondere am Kommunikationskonzept mitarbeiten. Auch bei der Kommunikation und Verbreitung der Studienergebnisse wird das BRCA-Netzwerk wichtig sein“, beschreibt Prof. Rhiem die Zusammenarbeit. 

Hoffnung auf Verbesserung

Prof. Schmutzler erhofft sich von den Ergebnissen der Studie einen bedeutenden Effekt für das Überleben vieler Patientinnen: „Auf Basis der Ergebnisse kann endlich eine Studie zum risikoadaptierten Screening aufgesetzt werden. Langfristig erwarten wir dadurch ein verbessertes – und vermutlich auch kostenoptimiertes – Brustkrebs-Screening-Programm, das letztlich die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland weiter senken wird.“

Quelle: Pressemeldung der Uniklinik Köln (29.4.25)

Bilderquelle: (l.) Rita Schmutzler © Christian Wittke, (r.) Kerstin Rhiem © Michael Wodak; © MedicalWorks_stock.adobe.com

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