Kardiologie » Herzklappen- und strukturelle Erkankungen

»

DHZC feiert einjähriges Bestehen des größten Zentrums für katheterbasierte Herzklappenbehandlungen in Europa

DHZC feiert einjähriges Bestehen des größten Zentrums für katheterbasierte Herzklappenbehandlungen in Europa

News

Kardiologie

Herzklappen- und strukturelle Erkankungen

3 MIN

Erschienen in: herzmedizin

Vor einem Jahr hat das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) mit dem „Structural Heart Interventions Program“ (SHIP) eine neue, interdisziplinäre Versorgungseinheit für katheterbasierte Herzklappeneingriffe ins Leben gerufen. Heute gehört das DHZC zu den führenden Klappenzentren Europas und erhält regelmäßig Bestnoten von unabhängigen Qualitätssicherungsstellen.

Viele Herzklappenerkrankungen lassen sich heutzutage minimalinvasiv mittels Katheter behandeln, wodurch ein offener Herzchirurgie-Eingriff oft vermieden werden kann. Um Patient*innen eine individuell abgestimmte und optimale Behandlung zu bieten, hat das DHZC mit dem SHIP eine fachübergreifende Einheit etabliert, die sämtliche modernen Methoden der katheterbasierten Herzklappentherapie an einem Ort vereint.

Interdisziplinäre Leitung und zentrale Anlaufstelle: SHIP am DHZC

SHIP bietet eine versorgungsorientierte Behandlung von Patient*innen mit Herzklappenerkrankungen – unabhängig davon, aus welcher Klinik die beteiligten Teams stammen.

Es wird von Prof. Dr. med. Henryk Dreger, Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Campus Virchow-Klinikum, und PD Dr. med. Axel Unbehaun, Herzchirurg und Oberarzt an der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie geleitet. In das SHIP sind die drei kardiologischen Kliniken des DHZC, die Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie die Klinik für Kardioanästhesie und Intensivmedizin sowie die Teams der kardialen Bildgebung eingebunden.

Die SHIP-Ambulanz ergänzt das Programm um eine zentrale Anlaufstelle für Erstvorstellungen, Indikationsprüfungen, prästationäre Betreuung, Anästhesieaufklärung und Nachsorge. Patienten werden hier in einem multiprofessionellen Team koordiniert und umfassend betreut.

SHIP zählt zu den weltweit größten TAVI-Zentren

Die SHIP-Teams führen jährlich über 1.500 katheterbasierte Herzklappeneingriffe durch, darunter mehr als 1.300 TAVI-Verfahren zum Aortenklappenersatz. Damit gehört das Zentrum zu den größten TAVI-Zentren weltweit und hat seit 2008 mehr als 13.000 Behandlungen durchgeführt. Zusätzlich bietet SHIP modernste Therapien für Mitral- und Trikuspidalklappenerkrankungen sowie die Teilnahme an innovativen Studien an.

Der IQTIG-Qualitätsreport bestätigt dem DHZC hervorragende Ergebnisse: niedrige Sterblichkeit und Komplikationsraten, wenige Revisionen und eine hohe Prozessqualität. Im deutschlandweiten Vergleich zählt das DHZC seit Jahren zur Spitzengruppe der Herzzentren.

Im Fokus: Forschung und Pflegeentwicklung

SHIP wird künftig weiterentwickelt – mit Fokus auf Versorgungsforschung, spezialisierte Pflegekonzepte wie ERAI Nurses und den Ausbau von Physician Assistants in der katheterbasierten Therapie. Prof. Dr. Volkmar Falk betont: „SHIP setzt neue Maßstäbe in Klinik, Pflege und Wissenschaft. Mein Dank gilt allen Beteiligten.“

Originalpublikation: https://www.dhzc.charite.de/news/ship-auf-kurs-411/

Quelle: Pressemitteilung DHZC

Bilderquelle: ©Damian – Adobe Stock

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Arzt arbeitet am Laptop mit digitalen Symbolen für KI, Herzmedizin und Vernetzung

Digitale Kardiologie: BIOTRONIK, Charité und DHZC kooperieren

News

Berlin stärkt seine Rolle als europäisches Zentrum für digitale und translationale Herzmedizin – mit einer wegweisenden Forschungspartnerschaft und einer neuen Stiftungsprofessur.

Kardiologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Zwei PEARS-Patienten (Geschwister Severin) mit Prof. Ensminger und Pflegekraft Claudia Krieger nach erfolgreicher Aortenwurzel-Operation am UKSH Lübeck

UKSH: Schonende Aorten-OP ohne Herz-Lungen-Maschine

News

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein gehört zu den Vorreitern in Deutschland beim PEARS-Verfahren – einer minimalinvasiven Alternative zur klassischen Hauptschlagader-Operation, die die eigene Aorta und Herzklappe erhält.

Kardiologie

Koronare und Gefäßerkrankungen

Beitrag lesen
Ärztin hält Stethoskop an die Brust mit digitaler Herzdarstellung und EKG-Kurve – Symbol für das erhöhte Herzinfarktrisiko bei früher Menopause

Frühe Menopause: 40 % höheres Risiko für Herzerkrankungen

News

Frauen, die vor dem 40. Lebensjahr in die Menopause kommen, tragen ein deutlich erhöhtes Risiko für koronare Herzerkrankungen. Das zeigt eine aktuelle US-Studie – und sie macht deutlich, warum das Menopause-Alter in der klinischen Praxis künftig stärker beachtet werden sollte.

Kardiologie

Koronare und Gefäßerkrankungen

Beitrag lesen