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Senkung des kardiovaskulären Risikos

Senkung des kardiovaskulären Risikos

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Prävention und Rehabilitation

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Erschienen in: herzmedizin

Neue Lipidparameter und innovative Therapien standen im Fokus einer ESC-Session: Studien zeigen, dass gezieltes Screening und frühzeitige Senkung von LDL-C und Blutdruck das kardiovaskuläre Risiko deutlich reduzieren können.

Jonas Brinck (Stockholm, Schweden) präsentierte zu Beginn die Ergebnisse einer multizentrischen Studie zum Kaskadenscreening von Lipoprotein(a). „Erhöhte Lp(a)-Werte treten stark familiär gehäuft auf und sind bei 30,2 % der erstgradigen Verwandten von Patient*innen mit CAD und Lp(a) > 170 nmol/L ebenfalls stark erhöht“, so Brinck. Durch ein gezieltes Screening bei CAD-Patient*innen ließe sich effektiv ein beträchtlicher Anteil bislang unerkannter Hochrisikopersonen identifizieren.

Brian A Ference (Cambridge, UK) belegte anhand einer Analyse den „Legacy-Effekt“ früher LDL-C- und Blutdrucksenkung. „Mithilfe genetischer Instrumentvariablen ließ sich zeigen, dass lebenslange Reduktionen von LDL-C und Blutdruck ein dreifach größeres relatives Risiko­senkungspotenzial besitzen als spätere Interventionen“, so Ference. Entscheidend sei daher die Dauer der Senkung, nicht allein deren Intensität.

Stephen Nicholls (Melbourne, Australien) präsentierte erste Phase-III-Daten zum CETP-Inhibitor Obicetrapib. In den kombinierten BROADWAY- und BROOKLYN-Studien führte das Präparat zu deutlichen Senkungen von LDL-C, ApoB und Lp(a). „Innerhalb von zwölf Monaten zeigte sich beim kombinierten koronaren Endpunkt eine signifikante Risikoreduktion, während beim breiteren kardiovaskulären Endpunkt kein signifikanter Unterschied erreicht wurde“, so Nicholls. Dies gebe dennoch berechtigte Hoffnung für das große PREVAIL-Outcomes-Trial.

Das GAELp(a)-Register, die erste landesweite Untersuchung zu Lp(a) in Argentinien, war Thema des Vortrags von Nicolas Federico Renna (Mendoza, Argentinien). „Rund ein Drittel der Bevölkerung zeigte erhöhte Werte, die mit einem um 50 % gesteigerten Risiko für MACE assoziiert waren – auch unter Statintherapie, wenn auch in abgeschwächter Form“, betonte Renna. Der optimale prädiktive Schwellenwert lag bei etwa 53 nmol/L (bzw. 27 mg/dL). Damit wird deutlich, dass Lp(a) auch in populationsbasierten Analysen ein unabhängiger Risikofaktor bleibt und in die multimodale Risikostratifizierung einbezogen werden sollte.

Zum Abschluss nahm Tiziana Claudia Aranzulla (Turin, Italien) Bezug auf die CARUSO-Studie. Bei Patient*innen mit signifikanter Karotisstenose führte Evolocumab zusätzlich zu Statinen und Ezetimib zu einer deutlichen Plaquestabilisierung, weniger Progression und einer siebenfachen Reduktion vaskulärer Ereignisse innerhalb eines Jahres, so die beeindruckenden Ergebnisse.

Sonja Buske

Quelle: ESC-Session zu Lipiden: „Late-Breaking Clinical Science: lipids and cardiovascular risk“

Bilderquelle: ©kenchiro168 – Adobe Stock

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