Mit einer Prävalenz von 1–2 % in der Bevölkerung ist die Parkinson-Krankheit (Parkinson‘s disease, PD) eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen des extrapyramidal-motorischen Systems. Das Absterben der dopaminergen Neuronen in der Substantia nigra bewirkt eine unzureichende Hemmung des Striatums. Dies führt, neben für die Betroffenen auch sehr belastenden nicht-motorischen Auffälligkeiten, zu den Leitsymptomen Bewegungsarmut, Muskelstarre (Rigor) und Ruhetremor. Mit unterschiedlichen Ansätzen lassen sich die Symptome abmildern, jedoch bleiben die ursächlichen Prozesse bis heute ungeklärt und können daher noch nicht beeinflusst werden. Um Diagnose und Behandlung weiter zu verbessern, ist die Erforschung der genetischen und pathophysiologischen Grundlagen der Krankheit daher von hoher Bedeutung.
Das Gehirn kann als ein erstaunliches Werkzeug betrachtet werden, das ständig dabei ist, die Zukunft vorherzusehen. Aber wie macht es das? Ein Team von Neurowissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA), des Ernst Strüngmann Instituts für Neurowissenschaften (ESI), beide Frankfurt am Main, und der Goethe-Universität Frankfurt konnte erstmals zeigen, wie spezifische Hirnrhythmen den Zeitpunkt zukünftiger Ereignisse vorhersagen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in Nature Communications veröffentlicht.
Weltweit ist eines von hundert Kindern von einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) betroffen. Derzeit gibt es noch keine kostengünstigen und verlässlichen Tests oder Biomarker, die Kinder mit ASS von solchen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder neurotypischen Kindern differenzieren können. Eine rezente, im British Journal of Psychiatry veröffentlichte Studie von Santra et al. präsentiert eine selbst entwickelte computergestützte Beurteilung von motorischer Nachahmung in Form des computerspielähnlichen Tools CAMI (computerized assessment of motor imitation). Diese kann Kinder mit ASS von neurotypischen Kindern und solchen mit ADHS unterscheiden.
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sein positives Votum vom November 2024 für den monoklonalen gegen beta-Amyloid (Aβ) gerichteten Antikörper Lecanemab bestätigt.
Ein Delir ist ein häufig auftretendes, komplexes Krankheitsbild bei stationären Patientinnen und Patienten – oftmals wird es jedoch nicht als solches erkannt. Um ein stärkeres Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen, wurde 2023 die Delir-Projektgruppe am Universitätsklinikum Ulm (UKU) ins Leben gerufen. Anlässlich des World Delirium Awareness Days am 12. März 2025 veranstaltete diese nun zum zweiten Mal ein Symposium mit rund 150 Teilnehmenden. Für mehr Sichtbarkeit sorgte außerdem ein Beitrag im SWR , in dem ein ehemaliger Delir-Patient am UKU über seine Erkrankung spricht.
Im Medizinsystem gelten funktionelle Symptome als schwer zu verstehen und schwer zu behandeln, die Patienten (in der Mehrzahl sind es Patientinnen) als dramatisierend, fordernd und wenig „krankheitseinsichtig“. Oft wird ihr Leiden verharmlost oder einseitig psychologisiert. Es kommt zu Unverständnis, Verunsicherung und Frustration – auf Behandler- und auf Betroffenenseite. Was läuft da schief? Und wie kann es besser laufen?
Das multimodale Behandlungsmanagement der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) besteht neben Psychoedukation und Psychotherapie auch aus einer medikamentösen Intervention. Im Vordergrund stehen hierbei Stimulanzien wie beispielsweise Methylphenidat.
Blutverdünnende Medikamente sollen vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen, sie lassen das Blut weniger stark verklumpen. Mit der positiven Wirkung geht aber auch ein Risiko einher: Erleiden Patientinnen und Patienten, die Blutverdünner einnehmen, eine Hirnblutung, ist das besonders gefährlich, häufig kommt es zu schweren Komplikationen. Eine schnelle Behandlung, die eine Ausbreitung der Blutung im Gehirn stoppt, verbessert die Überlebenschancen. Ein Gegenmittel gegen die Blutverdünner Rivaroxaban oder Apibaxan wurde nun in einer neuen Studie des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen untersucht.
In der Vergangenheit wurde kritisiert, dass Frauen mit Schlaganfall schlechter bzw. später behandelt würden als Männer. Nun gibt eine aktuelle retrospektive Kohorten-Studie im Hinblick auf die akute Schlaganfalltherapie in Deutschland Entwarnung: Demnach erhalten weibliche Betroffene ebenso häufig Thrombektomien und Thrombolysen. Das sei auch ein Erfolg der Qualitätssicherung durch die Zertifizierung von Stroke Units, die vor 30 Jahren eingeführt wurde. Allerdings zeigte sich in der aktuellen Studie, dass Frauen ein höheres Risiko schwerer Schlaganfälle aufgrund von Vorhofflimmern haben als Männer, was zu Lasten der Mortalität gehen könnte.
1,8 Millionen Menschen sind in Deutschland an einer Demenz erkrankt. Ihnen eine optimale Therapie nach dem stets aktuellen Stand der Wissenschaft zu ermöglichen, ist das Ziel der Living Guideline Demenzen der medizinischen Fachgesellschaften DGN und DGPPN. Jetzt wurde die jährliche Aktualisierung der Diagnose- und Behandlungsempfehlungen mit sechs neuen und sechs überarbeiteten Empfehlungen veröffentlicht.
Mit einer Prävalenz von 1–2 % in der Bevölkerung ist die Parkinson-Krankheit (Parkinson‘s disease, PD) eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen des extrapyramidal-motorischen Systems. Das Absterben der dopaminergen Neuronen in der Substantia nigra bewirkt eine unzureichende Hemmung des Striatums. Dies führt, neben für die Betroffenen auch sehr belastenden nicht-motorischen Auffälligkeiten, zu den Leitsymptomen Bewegungsarmut, Muskelstarre (Rigor) und Ruhetremor. Mit unterschiedlichen Ansätzen lassen sich die Symptome abmildern, jedoch bleiben die ursächlichen Prozesse bis heute ungeklärt und können daher noch nicht beeinflusst werden. Um Diagnose und Behandlung weiter zu verbessern, ist die Erforschung der genetischen und pathophysiologischen Grundlagen der Krankheit daher von hoher Bedeutung.
Das Gehirn kann als ein erstaunliches Werkzeug betrachtet werden, das ständig dabei ist, die Zukunft vorherzusehen. Aber wie macht es das? Ein Team von Neurowissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA), des Ernst Strüngmann Instituts für Neurowissenschaften (ESI), beide Frankfurt am Main, und der Goethe-Universität Frankfurt konnte erstmals zeigen, wie spezifische Hirnrhythmen den Zeitpunkt zukünftiger Ereignisse vorhersagen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in Nature Communications veröffentlicht.
Weltweit ist eines von hundert Kindern von einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) betroffen. Derzeit gibt es noch keine kostengünstigen und verlässlichen Tests oder Biomarker, die Kinder mit ASS von solchen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder neurotypischen Kindern differenzieren können. Eine rezente, im British Journal of Psychiatry veröffentlichte Studie von Santra et al. präsentiert eine selbst entwickelte computergestützte Beurteilung von motorischer Nachahmung in Form des computerspielähnlichen Tools CAMI (computerized assessment of motor imitation). Diese kann Kinder mit ASS von neurotypischen Kindern und solchen mit ADHS unterscheiden.
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sein positives Votum vom November 2024 für den monoklonalen gegen beta-Amyloid (Aβ) gerichteten Antikörper Lecanemab bestätigt.
Ein Delir ist ein häufig auftretendes, komplexes Krankheitsbild bei stationären Patientinnen und Patienten – oftmals wird es jedoch nicht als solches erkannt. Um ein stärkeres Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen, wurde 2023 die Delir-Projektgruppe am Universitätsklinikum Ulm (UKU) ins Leben gerufen. Anlässlich des World Delirium Awareness Days am 12. März 2025 veranstaltete diese nun zum zweiten Mal ein Symposium mit rund 150 Teilnehmenden. Für mehr Sichtbarkeit sorgte außerdem ein Beitrag im SWR , in dem ein ehemaliger Delir-Patient am UKU über seine Erkrankung spricht.
Im Medizinsystem gelten funktionelle Symptome als schwer zu verstehen und schwer zu behandeln, die Patienten (in der Mehrzahl sind es Patientinnen) als dramatisierend, fordernd und wenig „krankheitseinsichtig“. Oft wird ihr Leiden verharmlost oder einseitig psychologisiert. Es kommt zu Unverständnis, Verunsicherung und Frustration – auf Behandler- und auf Betroffenenseite. Was läuft da schief? Und wie kann es besser laufen?
Das multimodale Behandlungsmanagement der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) besteht neben Psychoedukation und Psychotherapie auch aus einer medikamentösen Intervention. Im Vordergrund stehen hierbei Stimulanzien wie beispielsweise Methylphenidat.
Blutverdünnende Medikamente sollen vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen, sie lassen das Blut weniger stark verklumpen. Mit der positiven Wirkung geht aber auch ein Risiko einher: Erleiden Patientinnen und Patienten, die Blutverdünner einnehmen, eine Hirnblutung, ist das besonders gefährlich, häufig kommt es zu schweren Komplikationen. Eine schnelle Behandlung, die eine Ausbreitung der Blutung im Gehirn stoppt, verbessert die Überlebenschancen. Ein Gegenmittel gegen die Blutverdünner Rivaroxaban oder Apibaxan wurde nun in einer neuen Studie des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen untersucht.
In der Vergangenheit wurde kritisiert, dass Frauen mit Schlaganfall schlechter bzw. später behandelt würden als Männer. Nun gibt eine aktuelle retrospektive Kohorten-Studie im Hinblick auf die akute Schlaganfalltherapie in Deutschland Entwarnung: Demnach erhalten weibliche Betroffene ebenso häufig Thrombektomien und Thrombolysen. Das sei auch ein Erfolg der Qualitätssicherung durch die Zertifizierung von Stroke Units, die vor 30 Jahren eingeführt wurde. Allerdings zeigte sich in der aktuellen Studie, dass Frauen ein höheres Risiko schwerer Schlaganfälle aufgrund von Vorhofflimmern haben als Männer, was zu Lasten der Mortalität gehen könnte.
1,8 Millionen Menschen sind in Deutschland an einer Demenz erkrankt. Ihnen eine optimale Therapie nach dem stets aktuellen Stand der Wissenschaft zu ermöglichen, ist das Ziel der Living Guideline Demenzen der medizinischen Fachgesellschaften DGN und DGPPN. Jetzt wurde die jährliche Aktualisierung der Diagnose- und Behandlungsempfehlungen mit sechs neuen und sechs überarbeiteten Empfehlungen veröffentlicht.
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