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Angebot für Patienten mit Geschmacksstörungen wird erarbeitet

Ernährungsberater analysiert Daten auf Tablet mit Patient in der Klinik

Angebot für Patienten mit Geschmacksstörungen wird erarbeitet

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Erschienen in: onkologie heute

Therapiebedingte Geschmacksstörungen, von denen die Mehrzahl aller Krebspatienten betroffen ist, werden bislang unterschätzt. Sechs Unikliniken in Bayern entwickeln derzeit eine Plattform mit Ernährungsempfehlungen und weiteren Informationen für diese Zielgruppe.

Therapiebedingte Geschmacksstörungen beeinträchtigen die Lebensqualität von Krebspatienten erheblich. Sie können das Essen nicht mehr genießen, ja zum Teil entwickeln sie sogar einen Widerwillen gegen die Nahrungsaufnahme. In der Folge Geschmacksstörungen können dazu beitragen, dass die Patienten in einen Zustand der Mangelernährung geraten. Außerdem ist zu befürchten, dass lebenswichtige Therapien abgebrochen werden.

Maßgeschneiderte Empfehlungen je nach Geschmacksprofil

Vor diesem Hintergrund hat sich ein bayrisches Forscherteam zum Ziel gesetzt, umfangreiche Empfehlungen für Krebspatienten mit Geschmacksstörungen zu erarbeiten. Es gibt eine Vielzahl – meist einfacher – Maßnahmen, mit denen man Geschmacksstörungen lindern und managen kann, wobei unterschiedliche Geschmacksstörungen unterschiedliche Strategien erfordern. Manchen Patienten schmeckt alles bitter oder metallisch, andere können Süßes oder Salziges nicht mehr schmecken. So entstand die Idee für die Plattform Gustabor.

Die Internetplattform wird mit Rezepten, Ernährungsempfehlungen und weiteren Informationen beschickt und in einer randomisierten Studie evaluiert. Das umfassende Angebot soll den Patienten helfen, ihre Geschmackswahrnehmung zu verbessern und – je nach Geschmacksprofil – eine wohlschmeckende Art der Ernährung zu finden.

Sechs Unikliniken in Bayern sind an dem Projekt beteiligt, das ab Januar 2025 durch das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) mit rund 470.000 EUR über zwei Jahre gefördert wird. Dem Forscherteam gehören u.a. Ärzte, Ernährungsberater und Psychoonkologen an, und auch Patientenvertreter sind eingebunden. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Alexander Hann und Dr. Anna Fleischer vom Uniklinikum Würzburg.

Quelle: Pressemitteilung Uniklinikum Würzburg vom 3. Dezember 2024

Bilderquelle: © sofiko14 – stock.adobe.com

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