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Einfluss der COVID-19-Pandemie auf Teilnahme an Gebärmutterhalskrebs-Screenings

Gynäkologin im weißen Kittel mit blauen Handschuhen führt ein Beratungsgespräch mit einer Patientin in der gynäkologischen Praxis

Quelle: Graphicroyalty – stock.adobe.com

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mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Seit 1971 gibt es in Deutschland die opportunistische Gebärmutterhalskrebsvorsorge (CCS), die Frauen ab 20 Jahren eine jährliche Zytologie anbietet. Im Januar 2020, kurz vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie, wurde ein organisiertes Screening-Programm eingeführt, das die Vorsorgeuntersuchungen für Frauen ab 35 Jahren durch die Einführung eines HPV-Co-Tests und die Verlängerung des Untersuchungsintervalls auf drei Jahre veränderte. Die auf dem DKK vorgestellte Studie untersuchte die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen in Bayern im Kontext der Pandemie und der Umsetzung des organisierten Screening-Programms.

Dafür analysierten die Forschenden anonymisierte Gesundheitsdaten auf individueller Ebene der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB), die etwa 85 % der bayerischen Bevölkerung abdecken. Der Datensatz umfasst den Zeitraum 2012–2023 und enthält Informationen zu HPV-Tests und Zytologie. Frauen ab 20 Jahren hatten Anspruch auf CCS. Es wurden die jährlichen und vierteljährlichen Teilnahmequoten nach Alter und Region untersucht. Dabei kamen Zeitreihenanalysen und Regressionsmodelle zum Einsatz.

Die in Frage kommende Bevölkerung stieg von 4,6 Millionen Frauen im Jahr 2012 auf 4,9 Millionen im Jahr 2023. Die Teilnahme an Gebärmutterhalskrebsvorsorgeuntersuchungen lag in Bayern vor der Pandemie stabil bei etwa 47 %. Im Jahr 2020 sank die Teilnahmequote um etwa 3 Prozentpunkte. Die niedrigste Teilnahmequote wurde im ersten Quartal 2021 verzeichnet (42 %), gefolgt von einem stetigen Anstieg, insbesondere bei Frauen über 35 Jahren, auf 52 % im ersten Quartal 2023. Bis Ende 2023 sank die Quote dann wieder auf fast das Niveau von vor 2020.

Die Teilnahme an CCS ging 2020 mit dem Ausbruch der Pandemie und dem organisierten Screening-Programm zurück, übertraf jedoch später das Niveau vor der Pandemie. Die Erholung spiegelt wahrscheinlich das Aufholverhalten und die Auswirkungen des neuen organisierten Screening-Programms wider, obwohl deren jeweilige Auswirkungen noch nicht voneinander getrennt werden können.

Die Teilnahme in Bayern erholte sich nach dem Rückgang im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie, aber die vollständigen Auswirkungen des Vorsorgeprogramms sind noch unklar. Es sind längere Nachbeobachtungen erforderlich, um die Auswirkungen der Pandemie und der Politik voneinander zu trennen und regionale, altersbedingte und saisonale Schwankungen besser zu verstehen.

Quelle: Hansmann K et al. „Impact of the COVID-19 Pandemic and the Organized Screening Program on Cervical Cancer Screening Participation in Bavaria – A Retrospective Analysis (2012-2023)” Abstract-Nr: DKK2026-1092

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