PLATO 2 ist eine Plattform für „eine anlassbezogene bundesweite Zusammenführung und forschungsnahe Nutzung von Krebsregisterdaten“. Das Konzept – laut der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) Meilenstein in der Weiterentwicklung der datengestützten onkologischen Versorgung und Forschung in Deutschland – wurde offiziell an das Bundesministerium für Gesundheit übergeben.
Per Gesetz wurde 2021 in Stufe 1 die jährliche Zusammenführung klinischer Daten aller Landeskrebsregister am Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut festgelegt. Mit PLATO 2 steht nun das Konzept für Stufe 2 bereit: „die gezielte, anlassbezogene Zusammenführung dieser Daten mit weiteren relevanten Datenquellen zur Förderung der klinischen und wissenschaftlichen Auswertung. Ziel ist es, den Zugang zu versorgungsnahen onkologischen Daten zu erleichtern, deren Nutzung zu verbessern und so evidenzbasierte Versorgung und Forschung deutlich zu stärken.“
Die aktuell verfügbaren Datenressourcen werden in Deutschland nicht ausreichend genutzt. Forschung mit versorgungsnahen Daten scheitert häufig an komplizierten Zugangswegen, mangelnder Interoperabilität, uneinheitlichen Regularien und unklaren gesetzlichen Rahmenbedingungen. Besonders die Verknüpfung verschiedener Datenquellen ist zentral für viele Forschungsfragen, aber aktuell schwer umsetzbar. PLATO 2 zeigt umfassende Ansätze zur Lösung der aktuellen Defizite auf.
An der Konzeption haben mitgewirkt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT), die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), die Krebsregister (Plattform §65c SGB V), die Deutsche Krebshilfe, das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) sowie Vertreter von Patientenorganisationen.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft vom 13. Mai 2025
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