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Stärkere Patientenperspektive in der Krebsversorgung

Ärztin im Gespräch mit Patientin – vertrauensvoller Austausch in der medizinischen Versorgung

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Stärkere Patientenperspektive in der Krebsversorgung

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mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Das Mitteldeutsche Krebszentrum (CCCG) der Universitätskliniken Leipzig und Jena hat mit ONCOlleg eine neue Fortbildungsreihe ins Leben gerufen. Rund 20 Patient*innen und Angehörige werden zu Patientenbotschafter*innen ausgebildet, um ihre Erfahrungen aktiv in die onkologische Forschung einzubringen und die Krebsversorgung nachhaltig zu verbessern.

ONCOlleg: Wenn Betroffene zu Botschaftern werden

Das Mitteldeutsche Krebszentrum der Universitätskliniken Leipzig und Jena (CCCG) hat mit ONCOlleg eine strukturierte Fortbildungsreihe gestartet, die Patient*innen und deren Angehörige gezielt in die onkologische Forschung einbezieht. Rund 20 Teilnehmer*innen des Premierenkurses werden in sechs Einheiten – online und in Präsenz – von Expert*innen beider Universitätskliniken ausgebildet. Auf dem Programm stehen unter anderem aktuelle klinische Studien, Grundlagen der personalisierten Krebstherapie sowie die Strukturen der onkologischen Versorgung. Den Abschluss bildet am 26. Juni ein Workshop in Jena, bei dem die Teilnehmer*innen ihr Zertifikat als Patientenbotschafter*innen erhalten.

„Die besten Forschungsergebnisse werden erzielt, wenn das Erfahrungswissen der direkt Betroffenen das Fachwissen aus Medizin und Forschung ergänzt”, betont Prof. Florian Lordick, Leiter des Universitären Krebszentrums Leipzig. Auch Prof. Andreas Hochhaus, Sprecher des UniversitätsTumorCentrums Jena, unterstreicht das Ziel: „Wir wollen nicht nur Behandlungsabläufe verbessern, sondern auch das Verständnis der Patient*innen für wesentliche Elemente der onkologischen Diagnostik und Therapie stärken.”

Erfahrungswissen trifft Wissenschaft – eine Premiere in Mitteldeutschland

Eine der Teilnehmerinnen ist Ines Thiede. Die 51-Jährige hat selbst eine Krebserkrankung überstanden und engagiert sich seit Jahren als Sprecherin der Selbsthilfegruppe Multiples Myelom/Plasmozytom sowie im Patient*innenbeirat des CCCG. „Dank ONCOlleg wird es möglich, die Perspektive und Kompetenz der Betroffenen strukturiert in die Forschungsprozesse einfließen zu lassen”, sagt sie.

Die Initiative zu ONCOlleg stammt ursprünglich vom UCC Hamburg und den universitären Krebszentren in Schleswig-Holstein, wo bereits drei Ausbildungsstaffeln mit insgesamt 45 Teilnehmer*innen erfolgreich durchgeführt wurden. Auf dieser Grundlage entwickelte das CCC-Netzwerk der Deutschen Krebshilfe ein bundesweites Schulungskonzept – das nun erstmals auch in Mitteldeutschland zum Einsatz kommt. Das Programm wird im Rahmen von ONCOnnect durch die Deutsche Krebshilfe gefördert und ist zugleich ein wichtiger Baustein der Nationalen Dekade gegen Krebs des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikum Leipzig vom 20.05.2026

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