Ophthalmologie » Sonstiges

»

Augenchirurginnen: Premiere mit Wetlab in Wien

Gruppenbild mit allen Beteiligten des Wetlabs in Wien

Augenchirurginnen: Premiere mit Wetlab in Wien

Kongressberichte

Ophthalmologie

Sonstiges

3 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Zum Auftakt 2024 gab es eine Premiere: Am 19. und 20. Januar fand das erste Wetlab der Augenchirurginnen in Österreich statt. Die Veranstaltung des Netzwerks mit dem bewährten Konzept des „Phako-Power-Wetlab im Doppelpack“ in Wien war ausgebucht und hatte eine großartige Resonanz.

Die 15 Teilnehmerinnen, die vier Dozentinnen Dr. Cornelia Gregor, Prof. Dr. Anja Liekfeld (Vorsitzende Augenchirurginnen e.V.), Dr. Beatrix Neumaier-Ammerer und PD Dr. Anna Reisinger sowie die Firma Hoya Surgical Optics als Sponsor sind der einstimmigen Meinung: Das muss in 2025 unbedingt wiederholt werden.

Beim gemeinsamen Abendessen fand sich als Überraschungsgast auch die derzeitige Vorsitzende der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG), Prim. PD Dr. Katharina Krepler, ein. Ihr ist es ein besonderes Anliegen, neben der Frauenförderung in Österreich auch die internationale Vernetzung der Augenchirurginnen voranzutreiben. Sie wirbt daher für den Beitritt möglichst vieler österreichischer Kolleginnen in das Netzwerk „Die Augenchirurginnen e.V.“, das im deutschsprachigen Raum (DACH) aktiv ist und auch konservativ tätigen Augenärztinnen einen Raum und die Möglichkeit des Austausches bietet.

Betreuung im Wetlab
Impressionen aus dem Phako-Power-Wetlab: Intensive Betreuung und konzentriere Teilnehmerin
Foto: Die Augenchirurginnen

Austausch und Unterstützung

Das Konzept der zweitägigen Phako-Power-Wetlabs ermöglicht eine sehr intensive Betreuung aufgrund des Verhältnisses von Dozentinnen und Teilnehmerinnen, das in der Regel eins zu zwei beträgt. Ein besonderer Reiz liegt in der Verzahnung der beiden unterschiedlichen Gruppen (Anfängerinnen und Fortgeschrittene), die sich mit individuell den Vorkenntnissen angepassten Theorie- und Praxisteilen abwechseln, und darin, dass in den Pausen ein Austausch auch über die Gruppen hinaus stattfindet. Am Abend des ersten Tages findet ein gemeinsames Abendessen statt, welches einen zwanglosen Austausch und persönlichen Kontakt zwischen den Chirurginnen und den Dozentinnen, sowie den Firmenvertreterinnen und -vertretern ermöglicht und besonders zum Netzwerken einlädt. Keine Dozentin des Netzwerkes erhält ein Honorar, die Teilnahmegebühr der Mitglieder kommt ausschließlich dem Verein zugute.

Beste Stimmung und viel Networking beim gemeinsamen Abendessen: ÖOG-Präsidentin Prim. PD Dr. Katharina Krepler, Prof. Dr. Anja Liekfeld, Dr. Beatrix Neumaier-Ammerer (v.l.n.r.)
Foto: Die Augenchirurginnen

Die Augenchirurginnen e.V.

Seit 2019 sind Die Augenchirurginnen e.V. ein eingetragener Verein, der sich als gemeinnützige Organisation für die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Augenheilkunde einsetzt, speziell in chirurgischer Tätigkeit, in Führungspositionen und in der Forschung. Obwohl mindestens 50 Prozent der Ophthalmologen weiblich sind, landet nur ein kleiner Teil dieser Frauen anschließend am OP-Tisch oder in Führungspositionen. Der Verein bietet den Mitgliedern Fortbildungsveranstaltungen, Wetlabs, Mentoring-Programme, Hospitationsangebote, Netzwerkveranstaltungen, persönliche Gespräche und vieles mehr. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem intensiven Austausch und dem Aufbau eines starken Netzwerks unter den Augenchirurginnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Förderungen im Erfahrungsaustausch und der Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie sind ein Teil der Arbeit, die langfristig dazu beiträgt, die Augenärztinnen und Chirurginnen in deutschsprachigen Ländern zu stärken und zu stützen.

Der Verein zählt inzwischen über 400 Mitglieder, davon ca. 30 Mitglieder aus Österreich, 20 Mitglieder aus der Schweiz.

Weitere Wetlab-Termine 2024:

  • 09./10.02.2024: Phako-Power-Wetlab im Doppelpack: Berneck (CH) (Sponsor: Oertli)
  • 05./06.07.2024: Phako-Power-Wetlab im Doppelpack: Aschaffenburg (D) (Sponsor: Alcon)
  • 25./26.10.2024: Vitrektomie-Wetlab: Berneck (CH) (Sponsor: Oertli)
  • 08./09.11.2024: Phako-Power-Wetlab im Doppelpack: Frankfurt a.M. (D) (Sponsor: Hoya)

Details und Informationen: www.augenchirurginnen.de

Quelle und Foto: Die Augenchirurginnen

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Bayer Logo an einem Gebäude des Pharmakonzerns

Bayer übernimmt Perfuse Therapeutics – Innovator bei Glaukom und DR

News

Bayer übernimmt vollständig das biopharmazeutische, US-amerikanische Unternehmen Perfuse Therapeutics und sichert sich damit die Rechte an PER-001, einem niedermolekularen Endothelinrezeptor-Antagonisten in klinischer Phase II.

Ophthalmologie

Glaukom, Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
SLT-Behandlung im Kilimanjaro Christian Medical Centre im tansanischen Moshi durch Dr. Einoti Matayan. Erst seit wenigen Jahren besitzt die Klinik das Gerät, mit dem jährlich mehrere hundert Glaukompatienten behandelt werden. Foto: CBM/argum/Einberger 

Glaukom in Tansania: Wenn die Patienten kommen, ist es fast zu spät  

Panorama

Seit rund zwanzig Jahren engagiert sich Heiko Philippin aktiv in der ophthalmologischen Entwicklungsarbeit. Sein Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung von Fachpersonal und der Eindämmung von Erblindungen durch das Glaukom in Afrika, auch  in enger Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission (CBM).

Ophthalmologie

Glaukom

Beitrag lesen

Neue Motivationsbroschüre stärkt EO-Patientinnen

Praxiswissen

Besonders für Frauen stellt Endokrine Orbitopathie durch die damit einhergehende Veränderung des Erscheinungsbildes eine große psychische Belastung dar. Frühzeitige, interdisziplinäre Betreuung sowie gezielte Patientenaufklärung ist essenziell für den Krankheitsverlauf und die Therapieadhärenz.

Ophthalmologie

Orbita, Augenlid und Tränenwege

Beitrag lesen