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EMA unterstützt Bewertung neuer Therapieendpunkte bei AMD

Farbfundusfotografie und OCT eines Auges

EMA unterstützt Bewertung neuer Therapieendpunkte bei AMD

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Hinterer Augenabschnitt

4 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Das Kooperationsprojekt Macustar hat von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ein drittes Unterstützungsschreiben erhalten. Sie unterstützt die internationalen Bestrebungen, den Wert neuer Messverfahren besser einzuordnen, die in Therapiestudien zur altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) eingesetzt werden könnten.

Mit dem Schreiben beantwortet die EMA vom Macustar-Konsortium – einem europäischen öffentlich-privatwirtschaftlichen Kooperationsprojekt – eingereichte Studienergebnisse, die mehr als 600 Europäer mit frühen Stadien der AMD über bis zu vier Jahre nachverfolgt haben. In der Macustar-Studie wird untersucht, wie das Fortschreiten der AMD vorhergesagt werden kann und welche Messungen als Endpunkte für künftige Therapiestudien bei frühen AMD-Stadien genutzt werden könnten. Zu den eingesetzten Verfahren gehören hochauflösende Bildgebungsverfahren der Netzhaut, detaillierte Sehunktionstests und Patientenfragebögen zum Lebensalltag mit der Erkrankung. Zusätzlich zur Messung des Sehvermögens im Hellen wird speziell auch das Sehen bei dunkleren Lichtverhältnissen und geringen Kontrasten untersucht, da diese Domänen der Sehfunktion in frühen AMD-Stadien häufig früher betroffen sind.

Größte systematische Studie zur intermediären AMD

Im Mittelpunkt des Projekts steht eine Beobachtungsstudie mit 619 Patienten mit früher und intermediärer AMD, die an 20 klinischen Studienzentren in sieben europäischen Ländern untersucht werden. Macustar ist die bisher größte systematische Studie zur intermediären AMD, die zusätzlich zu den bildgebenden Verfahren funktionelle und patientenrelevante Veränderungen im Krankheitsverlauf misst. Ziel ist es, Hochrisikomarker für das Fortschreiten der intermediären AMD zur späten AMD zu identifizieren und Studienkonzepte zu entwickeln. Zu diesem Zweck bemüht sich das Forschungskonsortium auch in Zukunft weiterhin um Unterstützung durch Zulassungsbehörden wie die EMA.

Wertvolle Erkenntnisse über Sehvermögen und Anatomie der Netzhaut

Während die Nachbeobachtung von Teilnehmern der Macustar-Studie weiterläuft, liegen bereits Datensätze über bis zu vier Jahre vor. Diese liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie sich das Sehvermögen und die Anatomie der Netzhaut bei AMD verändern. Die Forschenden haben diese vierjährigen Längsschnittdaten analysiert und neue, innovative Wege gefunden, um Hochrisikopatienten zu identifizieren und künftige klinische Studien zu konzipieren, beispielsweise auf der Grundlage der optischen Kohärenztomografie (OCT) und der Mikroperimetrie. Mithilfe dieser beiden Untersuchungen bestätigt das Macustar-Konsortium erstmals den Wert anatomischer Untersuchungen und Sehfunktionstests in frühen AMD-Stadien unabhängig voneinander.

Neue Möglichkeiten für Wirkungsnachweise

Dies ist von besonderer Bedeutung, da die derzeitigen AMD-Klassifikationssysteme ausschließlich auf strukturellen Veränderungen im Auge beruhen. Die im Rahmen von strukturellen Veränderungen neu entwickelten Ansätze können direkt in zukünftige Arzneimittelstudien einfließen und somit AMD-Patienten in naher Zukunft dienen. Darüber hinaus ergaben die Analysen, dass die von den Patienten berichteten Einschränkungen im eingesetzten Vision Impairment in Low-Luminance-Fragebogen die Entwicklung eines fortgeschrittenen Krankheitsstadiums über vier Jahre vorhersagen, was die Bedeutung der Befragung der Patienten nach ihren Symptomen zum Sehvermögen unterstreicht. Die EMA unterstützt in ihrer rezenten unabhängigen Bewertung diese wichtigen Vierjahres-Ergebnisse, was neue Möglichkeiten für die Planung klinischer Studien und schließlich für den Wirkungsnachweis neuer Therapien für frühe AMD-Stadien eröffnet. Die EMA unterstützt auf der Grundlage der Macustar-Daten insbesondere Bildgebungsverfahren und Sehfunktionstests zur Vorhersage der Prognose der intermediären AMD. Dies könnte in Zukunft eine bessere Stratifizierung der Krankheitsstadien in Unterkategorien ermöglichen.

Diese Ergebnisse unterstreichen den hohen Wert der Macustar-Studiendaten für von einer AMD betroffene Menschen weltweit. Das Konsortium erwartet die Daten der sechsjährigen Nachbeobachtungsphase bis 2027. Auf Grundlage dieser Daten wird ermöglicht, die Definition der klinischen Endpunkte für künftige Arzneimittelprüfungen bei frühen AMD-Stadien weiter zu präzisieren.

Weitere Informationen: https://www.ema.europa.eu/en/documents/other/letter-support-intermediate-age-related-macular-degeneration-amd-biomarker-novel-clinical-endpoint-development_en.pdf

Quelle: Pressemitteilung der UKB vom 24.01.2025

Bildquelle: Universitätsklinikum Bonn (UKB)

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