Ophthalmologie » Sonstiges

»

Forschung zur Stärkung der Augenheilkunde

Symbolbild Augenforschung

Forschung zur Stärkung der Augenheilkunde

News

Ophthalmologie

Sonstiges

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

DOG-Generalsekretär Prof. Dr. Claus Cursiefen betonte die Notwendigkeit aktueller Forschung in der Augenheilkunde. Die rasanten Entwicklungen neuer Technologien, die insbesondere in der Ophthalmologie zum Einsatz kommen könnten, erforderten neben einer klaren Positionierung auch eine Steigerung der Fördermittel, sagte er auf der AAD-Auftaktpressekonferenz.

Die Augenheilkunde sei seit jeher hochtechnisiert: Optische Kohärenztomografie (OCT), Heidelberger Retina-Tomograph (HRT) und viele weitere digitale Untersuchungsmöglichkeiten – die modernen Geräte in den Augenarztpraxen seien für Diagnose und Behandlung entscheidend. Die Forschung zu Augenerkrankungen habe zudem entschieden dazu beigetragen, die Heilungsaussichten und Behandlungsmöglichkeiten vieler Erkrankungen zu verbessern. Als Beispiele nannte Cursiefen die Makulaerkrankungen bei Diabetes mellitus, Gefäßverschlüssen oder der altersbezogenen feuchten Makuladegeneration (AMD). Auch im Bereich von seltenen Erkrankungen der Augen seien beachtliche Erfolge erzielt worden.

Die Forschung stehe aber nicht still, sondern nehme in den letzten Jahren immer rasantere Fahrt auf. Wie ist der aktuelle Stand ist und welche Bedeutung hat das für die Augenheilkunde?, fragte er.

Forschung ist nötig

In der Vergangenheit habe jahrelange, intensive Forschung dazu geführt, dass Therapien und Behandlungsoptionen für Erkrankungen entwickelt werden konnten, die zuvor als nicht heilbar galten. Hier sei man noch nicht am Ende angekommen: Noch immer gebe es Krankheiten, die aktuell (noch) nicht adäquat therapiert werden könnten. Die Lösung hier liege ausschließlich in fortgeführter Forschung, um die Lebensqualität der Betroffenen wieder herzustellen.

Nur wenig finanzielle Mittel

Cursiefen berichtete über ein von der DOG ins Leben gerufenes Gremium, das jüngst die Aktivitäten auf dem Gebiet der Augenforschung analysiert hat. Auffallend sei das eher niedrige Niveau der in Deutschland dafür zu Verfügung gestellten finanziellen Mittel, insbesondere im internationalen Vergleich. Angesichts des großen, gesamtgesellschaftlichen Potenzials sollten diese Fördermittel unbedingt erhöht werden, plädierte der DOG-Generalsekretär.

Ophthalmologie mit Modellfunktion

Zudem habe die Augenheilkunde als hochtechnisiertes Fach eine Art Modellfunktion: Neue Technologie aus Robotik, Nanoforschung und KI könnten hier zielführend eingesetzt werden. Dafür seien Rahmenbedingungen, Einsatzfelder und vor allem eine klare Positionierung erforderlich. Dies beginne mit einem Bekenntnis der verantwortlichen Stellen, die Aktivitäten in diesem Bereich aktiv unterstützen zu wollen. Hierfür wäre der erste Schritt, ein „Deutsches Zentrum Gesundheitsforschung für die Augenheilkunde“ zu etablieren und mit entsprechenden Mitteln auszustatten.

Quelle: Pressekonferenz zur AAD am 06.03.2024

Bildquelle: ©Gita – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Live OP an Baby bei VM Retina Meeting

VM Retina Meeting 2026: Münchner Gipfeltreffen der vitreoretinalen Chirurgie

Kongressberichte

Vom 16. bis 18. April 2026 verwandelte sich das Infinity Hotel in Unterschleißheim zum Zentrum eines Austauschs der internationalen Spitzenmedizin: Über 700 Teilnehmende aus 45 Ländern folgten der Einladung in den Münchner Norden, um sich zum State of the Art der vitreoretinalen Chirurgie auszutauschen und OP-Techniken der Zukunft zu diskutieren.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
Gesundheitsreform Sparen Symbolbild

Einnahmenorientierte Gesundheitspolitik mit gravierenden Folgen 

Berufspolitik

Das geplante Beitragsstabilisierungsgesetz ist "ein Paradigmenwechsel in der täglichen Arbeit an den anvertrauten Patienten mit massiven und kaum absehbaren Folgen für die ambulante Versorgung“, schreibt der BVA in Reaktion auf Pläne der Gesundheitspolitik.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Exophthalmus

„Das ist eine Art medikamentöse Dekompression“ – Teprotumumab bei EO  

Kongressberichte

Teprotumumab ist der erste und einzige medikamentöse Wirkstoff, der das Entstehen des Exophthalmus bei Endokriner Orbitopathie hemmt. Ein Symposiums-Bericht vom 26. AAD-Kongress.

Ophthalmologie

Orbita, Augenlid und Tränenwege

Beitrag lesen