Ophthalmologie » Sonstiges

»

Katarakt-OP auf Africa Mercy startet neuen Hilfseinsatz in Madagaskar

Quelle: Mercy Ships

Katarakt-OP auf Africa Mercy startet neuen Hilfseinsatz in Madagaskar

Panorama

Ophthalmologie

Sonstiges

mgo medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Die internationale Hilfsorganisation Mercy Ships hat einen neuen humanitären Einsatz in Madagaskar gestartet. Zum dritten Mal in Folge wird auf dem Inselstaat notleidenden Menschen geholfen, die keinen sicheren, zeitnahen und bezahlbaren Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Als erste Patientin der Mission wurde eine 69-Jährige erfolgreich am Grauen Star operiert und ihr Sehvermögen wieder hergestellt. In den kommenden Monaten werden hunderte Patienten an Bord des Schiffes chirurgisch behandelt werden. Die Africa Mercy ist das weltweit größte private Hospitalschiff der Organisation.

Anfang vergangenen Jahres bildete sich bei Patientin Delphine allmählich ein Katarakt (Grauer Star). Zunächst nahm sie nur ein verschwommenes Sehen wahr. Zunehmend verschlechterte sich ihr Sehvermögen, bis sie im Dezember 2025 schließlich ihr Augenlicht vollständig verlor. Mit der Rückkehr der Africa Mercy nach Madagaskar konnte Delphines gesundheitliche Situation nun einen neuen Verlauf nehmen: An Bord des Hospitalschiffs wurde sie in einer rund 30-minütigen Operation erfolgreich behandelt. „Zu sehen, wie sie zum ersten Mal seit vielen Monaten wieder sehen und nach so langer Zeit das Gesicht ihrer Tochter wieder erkennen konnte, ist der Grund, warum wir tun, was wir tun“, sagt Ashleigh Wong, Leiterin des Augenheilkundeteams bei Mercy Ships.

Insgesamt ist Mercy Ships nun bereits zum sechsten Mal für einen Hilfseinsatz in Madagaskar, um den Zugang zu chirurgischer Versorgung zu verbessern – insbesondere in den Fachbereichen Allgemeine Chirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, allgemeine Kinderchirurgie, pädiatrische Orthopädie, plastisch-rekonstruktive Chirurgie, Augen- und Zahnheilkunde sowie operative Gynäkologie. Im Rahmen des Einsatzes möchte Mercy Ships mehr als 1.400 Operationen sowie mehr als 1.400 zahnärztliche Behandlungen durchführen. Neben diesen spendenfinanzierten Eingriffen wird die Organisation in die nachhaltige Stärkung der Gesundheitssysteme des Landes investieren, indem sie mehr als 22.500 Stunden an Schulungen und Fortbildungen für medizinisches Fachpersonal in ganz Madagaskar anbietet.

Fachkräfte gesucht

Für die Hilfsmissionen werden stets ehrenamtliche Fachkräfte in verschiedenen Berufsfeldern gesucht. Wer Interesse an einer Mitarbeit bei Mercy Ships hat, kann sich an das Deutschlandbüro mit Sitz in Landsberg am Lech wenden oder die Arbeit der Organisation mit einer Spende unterstützen. Weitere Informationen auf mercyships.de

Quelle: Mercy Ships, 29. Mai 2026

Foto: © Mercy Ships

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Augenuntersuchung

Zukunftsvision Augengesundheit: Tiefgreifender Wandel bis 2035

Panorama

Eine aktuelle Studie sagt für das Jahr 2035 einen deutlichen Anstieg von Sehproblemen voraus, insbesondere durch zunehmende Bildschirmarbeit, steigende Kurzsichtigkeit und eine alternde Bevölkerung. Gleichzeitig erwarten die befragten Experten ein starkes Wachstum des europäischen Augenheilkundemarktes.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen
KI Assistent Symbolfoto

Administrative KI in der Augenheilkunde – konkret angewendet

Panorama

Die Augenheilkunde gilt als Vorreiterin der klinischen KI – doch während sie in der Diagnostik schon Standard ist, hinkt die Organisation des Praxisalltags noch oft hinterher. Wie auch hier KI konkret und niedrigschwellig helfen kann, zeigen zwei Beispiele aus dem Betrieb einer Praxis im Sauerland.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Arztakten und Stetoskop

BVA kritisiert jüngste Digitalisierungspläne „GeDIG“

Berufspolitik

Der Referentenentwurf des GeDIG (Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen) beinhaltet aus Sicht des BVA kritische Punkte, die keinesfalls umgesetzt werden dürfen. Besonders der Schutz sensibler Daten müsse gewährleistet bleiben. Ein Eingriff in die Terminhoheit der Praxen sei strikt abzulehnen.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen