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Symposium zu Ehren Elfriede Aulhorns im Januar 2023

Elfriede Aulhorn in den 1970er Jahren

Symposium zu Ehren Elfriede Aulhorns im Januar 2023

Kongressberichte

Ophthalmologie

Sonstiges

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Am 8. Januar 2023 wäre Prof. Dr. Elfriede Aulhorn, ehemalige Lehrstuhlinhaberin und Leiterin der Abteilung Pathophysiologie des Sehens und Neuroophthalmologie, 100 Jahre alt geworden. Ihr zu Ehren veranstaltet die Tübinger Universitäts-Augenklinik am 14. Januar 2023 ein DOG-Symposium mit einer Reihe interessanter Vorträge, die Bezug zu Leben und Arbeit der bedeutenden Sinnesphysiologin haben.

Elfriede Aulhorn (1923–1991) war eine engagierte Ärztin und als Mensch und akademische Lehrerin geschätzt. Von 1943 bis 1950 studierte sie Medizin in Freiburg und Göttingen.1952 erfolgte die Promotion mit der Arbeit „Über Fixationsbreite und Fixationsfrequenz beim Lesen gerichteter Konturen“, danach war sie Assistenzärztin in Innerer Medizin und Nervenheilkunde in Göttingen.

1954 erfolgte der Wechsel nach Tübingen, wo sie ein Verfahren zur genauen Perimetrie entwickelte. Der Tübinger Perimeter war lange Zeit Goldstand. Weitere Geräte wie Phasendifferenzhaploskop und Mesoptometer gehen auf Elfriede Aulhorn zurück.1961 habilitierte sie sich mit der Arbeit „Über die Beziehung zwischen Lichtsinn und Sehschärfe“ als vierte Frau an der Medizinischen Fakultät Tübingen. 1966 übernahm sie die Leitung der Abteilung Pathophysiologie des Sehens, die 1974 um Neuroophthalmologie erweitert wurde. 1986 wurde sie in die Leopoldina aufgenommen. 1989 übergab sie ihren Lehrstuhl an Eberhart Zrenner.

Quelle: H. Wilhelm; Univ.-Augenklinik Tübingen

Elfriede Aulhorn 100 Jahre – Programm des Symposiums

  • Elfriede Aulhorn als Schrittmacherin der ophthalmologischen Funktionsdiagnostik (Felix Tonagel, Tübingen)
  • Der Traum vom objektiven Gesichtsfeld (Barbara Wilhelm, Tübingen)
  • Der Flimmertest nach Aulhorn – Digitale Renaissance und ihre klinische Anwendung in der Neuroophthalmologie (Carina Kelbsch, Tübingen)
  • Gute Fahrt: Der Einfluss von Elfriede Aulhorn auf die Verkehrsophthalmologie (Ulrich Schiefer, Aalen)
  • Warum Frau Aulhorn beim Kontrastverhältnis so „krumme“ Zahlen gewählt hat (Michael Bach, Freiburg)
  • Elfriede Aulhorn – das zeitlose Vorbild (Martin Rohrbach, Tübingen)
  • Sehschärfe mehrdimensional: Der VACAL-Test (Eberhart Zrenner, Tübingen)
  • Schlecht sehen – was nun? Von der Aulhorn`schen Idee bis zu ihrer heutigen Anwendung (Susanne Trauzettel-Klosinski, Tübingen)
  • Myopie verhindern? (Wolf Lagrèze, Freiburg)
  • Sehen Frauen anders? (Klara Landau, Zürich)
  • Neuroophthalmologie interdisziplinär: Beispiel Meningeome (Helmut Wilhelm, Jürgen Honegger, Frank Paulsen, Tübingen)
  • Perimetrie und Epilepsie (Lisa Neumayr, Garmisch-Partenkirchen)

Musikalische Umrahmung: Dizzy Krisch

Veranstaltungsort: Großer Hörsaal Augen/HNO der Universitäts-Augenklinik Tübingen  9.00–17.00 Uhr

Informationen: https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/veranstaltungskalender/veranstaltung/2040

Anmeldung: elisabeth.nestler@med.uni-tuebingen.de

Foto: privat

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