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Verdienstorden für Claus Duncker

Porträtfoto Claus Duncker

Verdienstorden für Claus Duncker

Personalia

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Claus Duncker, der Aufsichtsratsvorsitzende der Christoffel-Blindenmission (CBM), ist mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Bundespräsident Steinmeier ehrte ihn mit der höchsten Anerkennung für Verdienste um das Gemeinwohl.

Claus Duncker hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, dass blinde und sehbehinderte Menschen die Herausforderungen in der Schul- und Arbeitswelt meistern: „Als Lehrer und bis 2022 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) hat er sich so tatkräftig wie kreativ dafür engagiert, dass gesellschaftliche Teilhabe für alle keine Utopie ist“, heißt es in der Würdigung des Bundespräsidialamts. 15 Jahre lang leitete Duncker das traditionsreiche und in Deutschland einzigartige bundesweite Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung blista in Marburg. Zahlreiche Initiativen gehen auf ihn zurück: etwa neue Studiengänge für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik, Erwachsenenbildung oder das Konzept der umgekehrten inklusiven Beschulung, bei dem Schülerinnen und Schüler ohne Behinderungen in Förderschulen integriert werden.

Kampf gegen Stigmatisierung im globalen Süden

Bis heute setzt sich Duncker ehrenamtlich als Aufsichtsratsvorsitzender der CBM auch für Menschen mit Seh- oder anderen Behinderungen im globalen Süden ein. Dies ist ihm ein besonderes Anliegen: „Vieles ist in Deutschland in den Bereichen Barrierefreiheit und Selbstbestimmung umgesetzt worden“, betont er. „In vielen anderen Ländern jedoch ist die Behinderung von Menschen stark stigmatisiert. Selbsthilfeorganisationen als Interessensvertretungen gibt es häufig nicht“, so Duncker. Die CBM versteht er als Anwalt für die Interessen von Menschen mit Behinderungen, um sie bei der Realisierung einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe zu unterstützen.

Soziales Handeln als Ansporn für andere

Duncker wünscht sich eine Welt, in der Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen überall Realität sind. Er zitiert den ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann: „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt“. Doch Duncker ist auch bewusst: „Um dies in das Bewusstsein der Menschen zu verankern, bedarf es noch viel Engagement.“ Die Auszeichnung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland empfindet er als große Ehre: „Ich sehe es aber auch als Zeichen, dass soziales Handeln in unserem Land honoriert wird und dadurch auch Ansporn für viele weitere Aktivitäten ist.“

Quelle: CBM-Pressemitteilung vom 26.03.2025

Bilderquelle: © CBM

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