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FSME-Impfschema: Alles, was Sie über den Impfschutz wissen sollten

kalener mit Aufschrift Zeckenimpfung und Impfpass mit FSME Impfungem

FSME-Impfschema: Alles, was Sie über den Impfschutz wissen sollten

Infektionen und Impfungen

mg° medizin

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9 MIN

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die das Nervensystem schwer schädigen kann. Ein wirksamer Schutz ist nur durch eine Impfung möglich. Die vollständige Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen, gefolgt von regelmäßigen Auffrischungen. Besonders Menschen in Risikogebieten sollten sich impfen lassen, um sich vor den potenziell schwerwiegenden Folgen einer FSME-Infektion zu schützen.

Warum das FSME-Impfschema wichtig ist

Zecken sind nicht nur lästige Begleiter bei Spaziergängen in der Natur – sie können auch gefährliche Krankheitserreger übertragen. Während gegen die häufigere Borreliose kein Impfschutz existiert, gibt es gegen FSME eine wirksame und gut verträgliche Impfung.

Warum das FSME-Impfschema wichtig ist

Das richtige Impfschema ist entscheidend, damit Ihr Körper einen langanhaltenden Schutz aufbauen kann. Gerade in Deutschland nehmen die FSME-Risikogebiete stetig zu: 2026 zählt das Robert Koch-Institut bereits 185 Risikogebiete, vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Hessen.

Die Grundimmunisierung: Drei Impfungen für sicheren Schutz

Die FSME-Impfung ist ein Totimpfstoff, der keine lebenden Viren enthält und daher sehr sicher ist. Für einen vollständigen Impfschutz benötigen Sie insgesamt drei Impfungen, die nach einem bestimmten Schema verabreicht werden.

Das Standard-Impfschema im Überblick

  • Erste Impfung: Bildet den Grundstein für Ihren Impfschutz
  • Zweite Impfung: Nach ein bis drei Monaten – bereits 14 Tage danach besteht bei den meisten Menschen ausreichender Schutz für die laufende Zeckensaison
  • Dritte Impfung: Nach fünf bis zwölf Monaten (je nach Impfstoff) – vervollständigt die Grundimmunisierung

Das Schnellimpfschema für Kurzentschlossene

Wenn Sie kurzfristig in ein Risikogebiet reisen möchten, gibt es auch ein beschleunigtes Impfschema. Hierbei werden die ersten beiden Impfungen im Abstand von nur 14 Tagen gegeben, die dritte Impfung folgt nach 5 bis 12 Monaten. Dieses Schema bietet schnelleren Schutz, sollte aber nur in Ausnahmefällen angewendet werden.

Was passiert bei unterbrochenen Impfserien?

Das Leben hält nicht immer an Zeitpläne fest – vielleicht haben Sie einen Impftermin verpasst oder sind unsicher, ob Ihr Impfschutz noch aktuell ist. Die gute Nachricht: Jede Impfung zählt. Auch nach längeren Unterbrechungen muss die Impfserie nicht von vorn begonnen werden. Es reicht aus, die fehlenden Impfungen nachzuholen.

Auffrischimpfungen: So bleibt der Schutz langfristig erhalten

Nach der vollständigen Grundimmunisierung ist der Impfschutz zunächst sehr gut. Damit er langfristig erhalten bleibt, sind jedoch regelmäßige Auffrischungen notwendig. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die erste Auffrischimpfung nach drei Jahren.

Wie oft müssen Sie auffrischen?

Die weiteren Auffrischungsintervalle hängen von Ihrem Alter ab:

  • Bis zum 50. Lebensjahr: Auffrischung alle fünf Jahre
  • Ab dem 51. Lebensjahr: Auffrischung alle drei Jahre (das Immunsystem reagiert im Alter schwächer, der Impfschutz lässt schneller nach)

Für wen ist die FSME-Impfung besonders wichtig?

Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung allen Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort regelmäßig aufhalten und dabei mit Zecken in Kontakt kommen können. Dazu gehören nicht nur Wanderer und Naturliebhaber, sondern auch Menschen, die beruflich im Freien arbeiten – etwa in der Forstwirtschaft, Landwirtschaft oder im Gartenbau.

Auch für Reisende in europäische FSME-Risikogebiete wie Österreich, Tschechien, Polen, die baltischen Staaten oder Skandinavien ist die Impfung sinnvoll. In Österreich wird die Impfung sogar für alle Einwohner empfohlen, da das ganze Land als Risikogebiet gilt.

So schützen Sie sich optimal vor FSME: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Impfstatus prüfen: Schauen Sie in Ihren Impfpass und klären Sie mit Ihrem Arzt, ob Ihre Grundimmunisierung vollständig ist
  2. Impfung planen: Beginnen Sie idealerweise im Winter, damit der Schutz vor der Zeckensaison im Frühjahr aufgebaut ist
  3. Termine einhalten: Notieren Sie sich alle Folgetermine direkt im Kalender, um keine wichtige Impfung zu verpassen
  4. Auffrischungen beachten: Lassen Sie sich nach drei Jahren das erste Mal auffrischen, danach je nach Alter alle drei bis fünf Jahre
  5. Impfpass aufbewahren: Nehmen Sie Ihren Impfpass zu jedem Arztbesuch mit, damit Ihr Impfstatus jederzeit nachvollziehbar ist
  6. Bei Unsicherheit nachfragen: Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Schutz noch aktuell ist
  7. Zusätzlich vorbeugen: Kombinieren Sie den Impfschutz mit Schutzmaßnahmen wie langer Kleidung und Zeckensprays

Praktische Tipps für Ihren Impfschutz

Planen Sie die FSME-Impfung idealerweise im Winter, damit der Schutz rechtzeitig vor der Zeckensaison im Frühjahr aufgebaut ist. Notieren Sie sich die Termine für Ihre Folgeimpfungen direkt im Kalender – so vergessen Sie keine wichtige Auffrischung.

Bewahren Sie Ihren Impfpass sorgfältig auf und nehmen Sie ihn zu jedem Arztbesuch mit. So können Ärzte jederzeit nachvollziehen, wann die nächste Auffrischung fällig ist. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Impfschutz noch aktuell ist, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Eine Blutuntersuchung kann zeigen, ob noch ausreichend Antikörper vorhanden sind, ist aber in den meisten Fällen nicht notwendig – eine Auffrischimpfung schadet auch bei bestehendem Schutz nicht.

Nebenwirkungen und Verträglichkeit der FSME-Impfung

Die FSME-Impfung ist sehr gut verträglich. Wie bei allen Impfungen können an der Einstichstelle leichte Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen auftreten. Manche Menschen fühlen sich in den ersten Tagen nach der Impfung etwas müde oder haben leichtes Fieber.

Diese Reaktionen zeigen, dass das Immunsystem arbeitet, und klingen normalerweise nach wenigen Tagen von selbst ab. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Sollten Sie nach der Impfung ungewöhnliche Beschwerden bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Vorbeugung ergänzt den Impfschutz

Auch wenn Sie geimpft sind, sollten Sie sich vor Zeckenstichen schützen. Tragen Sie bei Ausflügen in die Natur lange, helle Kleidung und geschlossene Schuhe. Helle Stoffe haben den Vorteil, dass Sie Zecken darauf leichter erkennen können. Nutzen Sie zusätzlich zeckenabweisende Sprays auf unbedeckter Haut.

Richtig handeln nach dem Naturaufenthalt

Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollten Sie Ihren Körper gründlich nach Zecken absuchen – besonders in Kniekehlen, Leistengegend, unter den Armen und am Haaransatz. Je schneller Sie eine Zecke entfernen, desto geringer ist das Risiko einer Krankheitsübertragung.

Entfernen Sie die Zecke vorsichtig mit einer Zeckenkarte oder feinen Pinzette, indem Sie sie hautnah greifen und langsam herausziehen. Drehen Sie die Zecke nicht und verwenden Sie kein Öl oder Klebstoff – das erhöht das Infektionsrisiko.

Ein beruhigender Ausblick

Die FSME-Impfung bietet Ihnen einen zuverlässigen Schutz vor einer ernstzunehmenden Erkrankung. Mit der vollständigen Grundimmunisierung und regelmäßigen Auffrischungen können Sie sich sorgenfrei in der Natur bewegen. Studien zeigen, dass der Impfschutz auch Jahre nach der Grundimmunisierung noch sehr gut ist – besonders bei Menschen unter 50 Jahren.

Lassen Sie sich beraten, ob die FSME-Impfung für Sie sinnvoll ist. Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten vollständig, insbesondere wenn Sie in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen. Mit dem richtigen Impfschutz und einfachen Vorsichtsmaßnahmen können Sie die Natur unbeschwert genießen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange dauert es, bis der FSME-Impfschutz aufgebaut ist?

Bereits 14 Tage nach der zweiten Impfung besteht bei den meisten Menschen ein ausreichender Schutz für die laufende Zeckensaison. Die dritte Impfung vervollständigt die Grundimmunisierung und sorgt für langanhaltenden Schutz.

Was passiert, wenn ich einen Impftermin verpasst habe?

Kein Problem – jede Impfung zählt. Sie müssen nicht von vorn beginnen, sondern können die Impfserie einfach fortsetzen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den optimalen Zeitpunkt für die nächste Impfung.

Wie oft muss ich die FSME-Impfung auffrischen?

Die erste Auffrischung erfolgt nach drei Jahren. Danach alle fünf Jahre (bis zum 50. Lebensjahr) oder alle drei Jahre (ab dem 51. Lebensjahr).

Schützt die FSME-Impfung auch vor Borreliose?

Nein, die FSME-Impfung schützt nur vor dem FSME-Virus. Gegen Borreliose, die durch Bakterien verursacht wird, gibt es keinen Impfschutz. Vorbeugung durch Schutzkleidung und schnelles Entfernen von Zecken ist hier besonders wichtig.

Ist die FSME-Impfung auch für Kinder geeignet?

Ja, die FSME-Impfung kann bereits ab dem ersten Lebensjahr verabreicht werden. Für Kinder in Risikogebieten wird sie von der STIKO empfohlen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die FSME-Impfung?

Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten vollständig, besonders wenn Sie in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach.

Kann ich mich impfen lassen, wenn ich bereits eine FSME-Infektion hatte?

Ja, auch nach einer durchgemachten FSME-Infektion kann eine Impfung sinnvoll sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den optimalen Zeitpunkt.

Welche Nebenwirkungen kann die FSME-Impfung haben?

Häufig treten leichte lokale Reaktionen wie Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle auf. Manche Menschen fühlen sich müde oder haben leichtes Fieber. Diese Beschwerden klingen meist nach wenigen Tagen ab.

Disclaimer

Dieser Artikel ersetzt nicht den Arztbesuch. Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Gesundheitsaufklärung. Für individuelle Fragen zu Ihrem Impfstatus, möglichen Unverträglichkeiten oder der Eignung der FSME-Impfung in Ihrer persönlichen Situation wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder eine Fachärztin. Nur medizinisches Fachpersonal kann eine auf Sie zugeschnittene Beratung und Behandlung gewährleisten.

Quellenverzeichnis

Robert Koch-Institut (RKI): Schutzimpfung gegen FSME – Wirksamkeit und Sicherheit (Stand: 26. Februar 2026). Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/FSME-Impfung/Liste_Wirksamkeit_Sicherheit.html

Robert Koch-Institut (RKI): Antworten auf häufig gestellte Fragen zur FSME-Impfung. Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/FSME-Impfung/FSME-Impfung.html

Robert Koch-Institut (RKI): Schutzimpfung gegen FSME – Impfempfehlung (Stand: 26. Februar 2026). Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/FSME-Impfung/Liste_Impfempfehlung.html

Robert Koch-Institut (RKI): Epidemiologisches Bulletin 9/2026 – FSME-Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2026). Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2026/09_26.pdf

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): FSME-Impfung bei Erwachsenen. Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://www.infektionsschutz.de/impfen/fuer-erwachsene/fsme-impfung-bei-erwachsenen/

Apotheken Umschau: FSME-Impfung – So schützen Sie sich wirksam vor den Zeckenviren. Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://www.apotheken-umschau.de/gesund-bleiben/vorsorge/impfung-gegen-fsme-wer-wie-oft-und-wann-721439.html

Deutsches Grünes Kreuz e.V.: FSME – unterbrochene Grundimmunisierung. Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://dgk.de/fachleute/impffragen-aus-der-praxis-kompetent-beantwortet/fsme-unterbrochene-grundimmunisierung.html

Deutsches Grünes Kreuz e.V.: FSME 2026 – zwei neue Risikogebiete. Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://dgk.de/fachleute/dgk-fachnewsletter/fsme-2026-zwei-neue-risikogebiete-in-sachsen-und-sachse.html

Österreichisches Gesundheitsportal: Impfung gegen FSME – Frühsommer-Meningoenzephalitis. Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://www.gesundheit.gv.at/leben/gesundheitsvorsorge/impfungen/ueberblick/fsme.html

Meine Gesundheit: FSME-Impfstoffe – Impfschema, Nebenwirkungen, Kosten. Abgerufen am 01. Juni 2026 von https://www.meine-gesundheit.de/krankheit/vorsorge/fsme-impfstoffe

Bei der Erstellung dieses Artikels kam KI-Unterstützung zum Einsatz.

Weiterführende Informationen 

Impfpass mit Eintrag zur FSME-Impfung und einer Spritze.
Schutz vor Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Impfung.



FSME-Impfung Spätfolgen: Was Sie wirklich wissen müssen 
https://mgo-medizin.de/patienteninformation/fsme-impfung-spaetfolgen-was-sie-wirklich-wissen-muessen/

FSME-Impfung Spätfolgen: Nach bisherigem wissenschaftlichem Kenntnisstand treten nach einer FSME-Impfung so gut wie keine Spätfolgen auf. Erfahren Sie, welche Nebenwirkungen tatsächlich vorkommen, wie sicher die Impfung langfristig ist und warum der Schutz vor der gefährlichen FSME-Erkrankung so wichtig ist.

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