Reiseimpfungen schützen vor gefährlichen Infektionskrankheiten in Urlaubsländern. Je nach Reiseziel sind verschiedene Impfungen wie Hepatitis A, Gelbfieber oder Typhus sinnvoll oder vorgeschrieben. Beginnen Sie sechs bis acht Wochen vor der Abreise mit der Planung, da manche Impfungen mehrfach verabreicht werden müssen. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten ganz oder teilweise.
Warum sind Reiseimpfungen so wichtig?
In vielen Ländern gibt es Krankheiten, die in Deutschland selten oder gar nicht vorkommen. Reiseimpfungen bieten wirksamen Schutz vor schweren Infektionen wie Gelbfieber, Hepatitis oder Tollwut, die Ihren Urlaub gefährden und langfristige gesundheitliche Folgen haben können.
Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres – doch in vielen Ländern der Welt gibt es Infektionsrisiken, mit denen wir in Deutschland nicht rechnen müssen. Ob tropische Infektionen in Südostasien, Gelbfieber in Afrika oder Hepatitis in Südeuropa: Wer sich rechtzeitig informiert und impfen lässt, kann seine Reise deutlich entspannter genießen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO… am Robert Koch-Institut und die Deutsche Gesellschaft für Trop… geben gemeinsam regelmäßig aktualisierte Empfehlungen heraus. Diese Empfehlungen berücksichtigen nicht nur das Zielland, sondern auch individuelle Faktoren wie Reisedauer, geplante Aktivitäten und den persönlichen Gesundheitszustand.
Jedes Jahr erkranken Tausende Deutsche im Urlaub an vermeidbaren Infektionskrankheiten. Viele dieser Erkrankungen lassen sich durch rechtzeitige Reiseimpfungen verhindern. Besonders bei Fernreisen in tropische und subtropische Regionen steigt das Risiko für Krankheiten, gegen die wir in Deutschland keinen natürlichen Schutz haben.
Drei gute Gründe für Reiseimpfungen
- Schutz vor schweren Erkrankungen: Viele Reisekrankheiten können lebensbedrohlich verlaufen und haben keine spezifische Behandlung
- Rechtliche Sicherheit: Einige Länder verlangen bestimmte Impfnachweise als Einreisevoraussetzung
- Langfristiger Schutz: Viele Reiseimpfungen bieten jahrelangen Schutz auch für zukünftige Reisen
Patientenratgeber wie der der Apotheken Umschau und andere medizinische Informationsquellen weisen darauf hin, dass schon eine Gewichtsabnahme von etwa fünf bis zehn Prozent des Ausgangsgewichts bei übergewichtigen Frauen den Hormonhaushalt stabilisieren, die Zyklen regulieren und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöhen kann.
Das Risiko richtig einschätzen
Die Wahrscheinlichkeit, sich mit einer Infektionskrankheit anzustecken, hängt von vielen Faktoren ab. In ländlichen Gebieten ist das Risiko oft höher als in modernen Städten. Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle: In der Regenzeit sind beispielsweise mehr Mücken unterwegs, die Krankheiten wie Malaria oder Denguefieber übertragen können.
Wer in einfachen Unterkünften übernachtet, bei lokalen Familien isst oder abseits touristischer Pfade unterwegs ist, sollte besonders sorgfältig planen. Aber auch Pauschaltouristen sind nicht automatisch sicher – viele Infektionen können auch in Hotels und Ferienanlagen übertragen werden.
Wann sollte ich mich um Reiseimpfungen kümmern?
Beginnen Sie etwa sechs bis acht Wochen vor Reiseantritt mit der Planung Ihrer Reiseimpfungen. Manche Impfungen müssen mehrfach verabreicht werden, und Ihr Körper benötigt Zeit, um Antikörper zu bilden. Alle Impfungen sollten spätestens zehn bis vierzehn Tage vor der Abreise abgeschlossen sein.
Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Einige Impfstoffe erfordern mehrere Dosen im Abstand von Wochen, damit sich ein vollständiger Schutz aufbauen kann. Außerdem benötigt der Körper Zeit, um nach der Impfung ausreichend Antikörper zu bilden. Das Immunsystem muss die Erreger kennenlernen und eine Abwehrreaktion aufbauen – dieser Prozess dauert unterschiedlich lange.
Zeitplan für Reiseimpfungen
- 6–8 Wochen vorher: Reisemedizinische Beratung vereinbaren, Impfstatus prüfen lassen
- 4–6 Wochen vorher: Erste Impfdosis bei mehrteiligen Impfungen
- 2–3 Wochen vorher: Zweite Impfdosis falls erforderlich
- Spätestens 10–14 Tage vorher: Alle Impfungen abschließen
Doch keine Panik, wenn die Reise schon bald ansteht: Auch kurzfristig kann eine Impfberatung beim Robert Koch-Institut sinnvoll sein. Für manche Impfstoffe gibt es sogenannte Schnellimpfschemata, bei denen die Impfstoffdosen in kürzeren Abständen verabreicht werden.
Kurzfristige Reiseimpfungen – was ist möglich?
Einige Krankheiten haben zudem eine lange Inkubationszeit – die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung –, sodass eine Impfung auch kurz vor der Reise noch Schutz bieten kann. Hepatitis A beispielsweise hat eine Inkubationszeit von zwei bis sechs Wochen. Eine Impfung kurz vor der Reise kann daher durchaus noch wirksam sein.
Bei der Tollwutimpfung gibt es beschleunigte Impfschemata, bei denen die drei notwendigen Dosen innerhalb von einer Woche verabreicht werden können. Auch wenn dies nicht ideal ist, bietet es zumindest einen gewissen Grundschutz. Nach der Reise sollte dann unbedingt eine Auffrischung erfolgen.
Standardimpfungen überprüfen
Bevor Sie an Reiseimpfungen denken, sollten Sie Ihren allgemeinen Impfschutz überprüfen lassen. Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio und Masern sollten bei allen Erwachsenen auf dem aktuellen Stand sein. Diese Standardimpfungen sind auch auf Reisen wichtig, da viele dieser Krankheiten weltweit vorkommen.
Welche Reiseimpfungen gibt es?
Die häufigsten Reiseimpfungen sind gegen Hepatitis A, Typhus, Gelbfieber, Tollwut und Japanische Enzephalitis. Die Auswahl richtet sich nach Ihrem Reiseziel, der Reisedauer und geplanten Aktivitäten. Manche Länder verlangen bestimmte Impfungen als Einreisevoraussetzung.
Die Auswahl der Impfungen hängt vom Zielland und den individuellen Umständen der Reise ab. Die Reise- und Sicherheitshinweise… bieten länderspezifische Informationen zu allen empfohlenen und vorgeschriebenen Reiseimpfungen.
Hepatitis A – die wichtigste Reiseimpfung
Hepatitis A ist eine der am häufigsten empfohlenen Reiseimpfungen. Die Impfung wird für Reisen in viele Länder südlich der Alpen und östlich der Oder empfohlen. Das Hepatitis-A-Virus wird über verunreinigte Lebensmittel oder kontaminiertes Trinkwasser übertragen.
Die Krankheit führt zu einer Leberentzündung, die mit Gelbsucht, Übelkeit, Erbrechen und starker Müdigkeit einhergeht. In seltenen Fällen kann die Erkrankung schwer verlaufen und zu Leberschäden führen. Mehr über Symptome und Verlauf von Hepat… erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber. Die Impfung kann sogar noch am Tag der Abreise verabreicht werden und bietet schnellen Schutz.
Nach der ersten Impfdosis besteht bereits ein Schutz von etwa 95 Prozent. Eine zweite Dosis nach sechs bis zwölf Monaten verlängert den Schutz auf mindestens 25 Jahre. Die Weltgesundheitsorganisation (W… empfiehlt die Hepatitis-A-Impfung für alle Reisenden in Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko.
Hepatitis B – Schutz bei längerem Aufenthalt
Hepatitis B wird durch Blut und Körperflüssigkeiten übertragen. Das Risiko besteht bei medizinischen Eingriffen, sexuellen Kontakten oder Tätowierungen. Die Impfung wird besonders für längere Aufenthalte, bei engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung oder wenn medizinische Behandlungen notwendig werden könnten, empfohlen.
Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfdosen über einen Zeitraum von sechs Monaten. Es gibt auch Schnellschemata, bei denen die Impfungen innerhalb eines Monats verabreicht werden können. Oft wird eine Kombinationsimpfung gegen Hepa… verwendet, die beide Erkrankungen abdeckt.
Gelbfieber – Pflichtimpfung für viele Länder
Gelbfieber wird durch Stechmücken übertragen und kommt hauptsächlich in Afrika und Südamerika vor. Die Krankheit kann zu schwerem Fieber, Gelbsucht und inneren Blutungen führen. Etwa die Hälfte der schwer Erkrankten verstirbt an den Folgen.
Die Impfung ist in manchen Ländern bei der Einreise sogar verpflichtend. Ohne einen entsprechenden Nachweis im internationalen Impfausweis kann die Einreise verweigert werden. Die Weltgesundheitsorganisation (W… führt eine Liste aller Länder mit Gelbfieber-Impfpflicht.
Die Gelbfieberimpfung darf nur von zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen verabreicht werden. Eine Dosis schützt lebenslang. Die Impfung ist zehn Tage nach der Verabreichung gültig. Beachten Sie dies bei der Reiseplanung, besonders wenn Sie über mehrere Länder reisen.
Tollwut – lebensrettender Schutz
Tollwut ist eine lebensgefährliche Viruserkrankung, die durch den Biss oder Speichel infizierter Tiere übertragen wird. In vielen Teilen der Welt, besonders in Asien und Afrika, ist Tollwut noch verbreitet. Hunde sind die häufigsten Überträger, aber auch Affen, Fledermäuse und andere Säugetiere können das Virus übertragen.
Eine Impfung ist besonders für Reisende ratsam, die viel in der Natur unterwegs sind, längere Zeit in abgelegenen Regionen verbringen oder mit Tieren arbeiten. Auch Kinder sollten geimpft werden, da sie eher auf Tiere zugehen und Bisse möglicherweise nicht sofort melden.
Die vorbeugende Impfung besteht aus drei Dosen und bietet einen Grundschutz. Nach einem Biss sind trotzdem weitere Impfungen notwendig, aber die Behandlung ist einfacher und schneller. Ohne vorbeugende Impfung müssen nach einem Biss sofort fünf Dosen und zusätzlich Immunglobuline verabreicht werden – diese sind in vielen Ländern nicht verfügbar.
Japanische Enzephalitis – für Langzeitreisende
Japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Virusinfektion, die vor allem in ländlichen Gebieten Asiens vorkommt. Die Krankheit kann zu einer schweren Gehirnhautentzündung führen, die in etwa 30 Prozent der Fälle tödlich endet.
Die Impfung wird für längere Aufenthalte in Risikogebieten empfohlen, besonders während der Regenzeit und in Gebieten mit Reisanbau. Auch Kurzzeitreisende sollten die Impfung in Betracht ziehen, wenn sie viel Zeit im Freien verbringen oder in einfachen Unterkünften übernachten.
Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfdosen im Abstand von 28 Tagen. Der Schutz hält etwa zwei Jahre an. Das Robert Koch-Institut gibt detaillierte Empfehlungen, für welche Regionen die Impfung sinnvoll ist.
Meningokokken-Meningitis – Schutz im Meningitisgürtel
Meningokokken-Meningitis ist eine bakterielle Infektion, die zu einer Hirnhautentzündung führen kann. Die Krankheit verläuft sehr schnell und kann innerhalb von Stunden lebensbedrohlich werden. Für Reisen in den sogenannten Meningitis-Gürtel in Afrika – das Gebiet südlich der Sahara von Senegal bis Äthiopien – wird diese Impfung dringend empfohlen.
Auch für Pilgerreisen nach Saudi-Arabien, besonders zur Hadsch, ist die Impfung gegen Meningokokken der Serogruppen ACWY vorgeschrieben. Die Impfung bietet Schutz für etwa fünf Jahre. In Deutschland ist zusätzlich eine Impfung gegen Meningokokken B verfügbar, die vor allem für junge Erwachsene und Jugendliche empfohlen wird.
Cholera – für besondere Situationen
Die Cholera-Impfung wird nur noch in Ausnahmefällen empfohlen, da die Krankheit für Reisende ein geringes Risiko darstellt. Die Schluckimpfung kann jedoch einen gewissen Schutz vor Reisedurchfall durch E.-coli-B… bieten. Dies kann für Geschäftsreisende oder Menschen mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt interessant sein.
Polio (Kinderlähmung) – für bestimmte Länder
In einigen wenigen Ländern kommt Polio noch vor, darunter Pakistan, Afghanistan und einige afrikanische Länder. Reisende sollten ihren Polio-Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Die Bundeszentrale für gesundheitl… informiert über aktuelle Risikogebiete.
Wie läuft eine Beratung zu Reiseimpfungen ab?
Bei einer reisemedizinischen Beratung überprüft die Ärztin oder der Arzt zunächst Ihren aktuellen Impfstatus. Anschließend werden Reiseziel, Reisedauer, geplante Aktivitäten und Ihr Gesundheitszustand besprochen, um die für Sie passenden Reiseimpfungen zu empfehlen.
Der erste Schritt ist ein Termin bei einer reisemedizinisch erfahrenen Ärztin oder einem Arzt. Auch viele Gesundheitsämter und tropenmedizinische Institute bieten Impfberatungen an. Eine Liste zertifizierter Gelbfieber-Impfstellen finden Sie beim Robert Koch-Institut.
In dem Gespräch wird zunächst Ihr aktueller Impfstatus überprüft. Bringen Sie Ihren Impfausweis mit, damit die Ärztin oder der Arzt sehen kann, welche Impfungen Sie bereits erhalten haben und wann Auffrischungen fällig sind. Dazu gehören nicht nur die Standardimpfungen wie Tetanus und Diphtherie, sondern auch bereits erhaltene Reiseimpfungen.
Diese Fragen werden bei der Beratung geklärt
- Wohin geht die Reise genau und in welcher Region halten Sie sich auf?
- Wie lange bleiben Sie und zu welcher Jahreszeit reisen Sie?
- Welche Aktivitäten sind geplant – Städtereise, Trekking, Safari oder Strandurlaub?
- Haben Sie Vorerkrankungen oder nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
Was Sie zur Beratung mitbringen sollten
Bereiten Sie sich gut auf den Beratungstermin vor. Notieren Sie sich im Vorfeld wichtige Informationen zu Ihrer Reise: genaue Reiseroute, Unterkünfte, geplante Aktivitäten und die Reisedauer. Je genauer Sie informieren können, desto besser kann die Ärztin oder der Arzt die notwendigen Reiseimpfungen empfehlen.
Informieren Sie auch über bestehende Allergien, chronische Erkrankungen oder eine mögliche Schwangerschaft. Manche Impfstoffe dürfen bei bestimmten Vorerkrankungen oder in der Schwangerschaft nicht verabreicht werden. All diese Faktoren beeinflussen, welche Impfungen für Sie persönlich sinnvoll sind.
Das Centrum für Reisemedizin (CRM) bietet ebenfalls umfassende Länderinformationen und kann qualifizierte Beratungsstellen vermitteln. Auch die Deutsche Gesellschaft für Trop… hält Listen mit spezialisierten Ärzten bereit.
Kosten der Beratung
Die Kosten für die reisemedizinische Beratung werden nicht von allen Krankenkassen übernommen. Private Beratungsgespräche können zwischen 20 und 50 Euro kosten. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Krankenkasse, ob die Beratung erstattet wird. Einige Kassen arbeiten mit bestimmten Beratungsstellen zusammen und übernehmen dort die Kosten vollständig.
Vorbeugung: Was kann ich selbst tun?
Neben Reiseimpfungen sind ein guter Mückenschutz, Trinkwasserhygiene und vorsichtiger Umgang mit Lebensmitteln wichtig. Tragen Sie lange, helle Kleidung, nutzen Sie Insektenschutzmittel und beachten Sie die Regel: Koch es, schäl es oder vergiss es.
Ein guter Mückenschutz ist in vielen tropischen und subtropischen Regionen unerlässlich. Mücken übertragen nicht nur Malaria, sondern auch Denguefieber, Zika, Chikungunya und viele andere Krankheiten. Verwenden Sie Insektenschutzmittel mit ausreichendem DEET-Gehalt (mindestens 30 Prozent) und schlafen Sie unter Moskitonetzen.
Hygiene auf Reisen – die wichtigsten Regeln
- Trinkwasser: Nur abgefülltes Wasser aus versiegelten Flaschen trinken, keine Eiswürfel
- Lebensmittel: Die Faustregel beachten – Koch es, schäl es oder vergiss es
- Rohkost: Rohes Obst und Gemüse nur essen, wenn Sie es selbst geschält haben
- Fleisch und Fisch: Immer gut durchgegart verzehren, keine rohen Speisen
Mückenschutz richtig anwenden
Tragen Sie in Malaria- und Denguegebieten lange, helle Kleidung, besonders in den Abendstunden und nachts. Imprägnieren Sie Kleidung mit speziellen Insektenschutzmitteln. Schlafen Sie unter einem Moskitonetz, das mit Insektiziden behandelt ist. Mehr praktische Tipps finden Sie in unserem Ratgeber zum effektiven Mückenschutz auf Re….
Achten Sie darauf, dass Sie Insektenschutzmittel richtig auftragen: Verwenden Sie ausreichend Produkt und erneuern Sie den Schutz regelmäßig, besonders nach dem Schwimmen oder bei starkem Schwitzen. Kombinieren Sie verschiedene Schutzmaßnahmen für den bestmöglichen Effekt.
Malariaprophylaxe – wichtige Ergänzung zu Reiseimpfungen
Gegen Malaria gibt es keine Impfung, aber vorbeugende Medikamente. In Hochrisikogebieten wird eine medikamentöse Prophylaxe empfohlen. Es gibt verschiedene Präparate, die je nach Reiseziel und individuellen Faktoren ausgewählt werden. Ihr Arzt wird Sie zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Optionen beraten. Detaillierte Informationen zur Malariaprophylaxe helfen Ihnen bei der Entscheidung.
In Gebieten mit geringem Malariarisiko kann auch eine Notfallmedikation (Standby-Therapie) ausreichen. Dabei führen Sie Malaria-Medikamente mit sich und nehmen diese nur im Verdachtsfall ein. Dies sollte aber immer in Absprache mit einem Arzt geschehen.
Trinkwasser und Lebensmittelhygiene
Achten Sie auf Hygiene bei Speisen und Getränken: Trinken Sie kein Leitungswasser, wenn es nicht als sicher gilt. Verwenden Sie abgefülltes Wasser auch zum Zähneputzen. Meiden Sie Eiswürfel, es sei denn, Sie sind sicher, dass sie aus sauberem Wasser hergestellt wurden. Die Bundeszentrale für gesundheitl… informiert über Hygienemaßnahmen auf Reisen.
Salate und rohes Gemüse sind häufige Infektionsquellen, da sie mit kontaminiertem Wasser gewaschen werden. Meiden Sie Buffets, bei denen Speisen lange ungekühlt stehen. Kaufen Sie Lebensmittel wenn möglich in verschlossenen Verpackungen. Straßenverkäufer können eine Risikoquelle sein, besonders wenn Hygiene nicht gewährleistet ist. Mehr zum Thema Reisedurchfall vermeiden finden Sie in unserem Gesundheitsratgeber.
Die Reiseapotheke richtig packen
Denken Sie daran, eine gut ausgestattete Reiseapotheke mitzunehmen. Diese sollte neben Ihren persönlichen Medikamenten auch Mittel gegen Durchfall, Schmerzen, Fieber und Insektenstiche enthalten. Wunddesinfektionsmittel, Pflaster, sterile Kompressen und ein Fieberthermometer gehören ebenfalls dazu.
Packen Sie ausreichend Sonnenschutz mit hohem Lichtsc… ein. In tropischen Regionen ist die UV-Strahlung deutlich stärker als in Deutschland. Nehmen Sie auch Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden mit, denn leichte Verdauungsprobleme sind auf Reisen häufig. Ein Elektrolyt-Präparat hilft bei Durchfall, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Wer übernimmt die Kosten für Reiseimpfungen?
Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen heute die Kosten für empfohlene Reiseimpfungen ganz oder teilweise. Dies ist zwar eine freiwillige Leistung, doch nahezu alle Kassen haben diese in ihrem Angebot. Fragen Sie vor der Reise bei Ihrer Krankenkasse nach.
Viele Krankenkassen haben erkannt, wie wichtig Prävention ist und übernehmen die Kosten für Impfungen gegen Hepatitis A und B, Gelbfieber, Tollwut, Typhus und andere reiserelevante Erkrankungen. Manche Kassen erstatten auch die Kosten für die reisemedizinische Beratung. Eine aktuelle Übersicht zeigt, dass über 90 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen Reiseimpfungen erstatten.
Die Kostenerstattung kann unterschiedlich geregelt sein: Manche Kassen übernehmen die Kosten direkt über die Versichertenkarte, bei anderen müssen Sie in Vorleistung gehen und die Rechnung einreichen. Informieren Sie sich vor der Impfung über das genaue Vorgehen.
Was Sie bei der Kostenerstattung beachten sollten
Bewahren Sie alle Rechnungen und Belege sorgfältig auf. Reichen Sie die Unterlagen zeitnah bei Ihrer Krankenkasse ein. Manche Kassen haben bestimmte Fristen oder Höchstbeträge pro Jahr. Einige Kassen übernehmen beispielsweise Kosten bis zu 200 Euro pro Jahr, andere erstatten ohne Begrenzung.
Bei beruflich bedingten Reisen sollte der Arbeitgeber die Kosten für notwendige Impfungen übernehmen. Sprechen Sie dies rechtzeitig an und klären Sie die Kostenübernahme vor der Impfung. Das Bundesministerium für Gesundhe… informiert über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.
Kosten für einzelne Reiseimpfungen
Die Kosten für Reiseimpfungen variieren je nach Impfstoff. Eine Hepatitis-A-Impfung kostet etwa 50 bis 70 Euro, die Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B etwa 80 bis 100 Euro pro Dosis. Die Gelbfieberimpfung schlägt mit etwa 40 bis 60 Euro zu Buche, die Tollwutimpfung mit etwa 60 bis 80 Euro pro Dosis.
Für eine komplette Reisevorbereitung mit mehreren Impfungen können schnell mehrere hundert Euro zusammenkommen. Umso wichtiger ist es, sich über die Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu informieren.
Wie lange hält der Schutz durch Reiseimpfungen?
Viele Reiseimpfungen bieten langanhaltenden Schutz über Jahre oder sogar Jahrzehnte. Nach einer Grundimmunisierung kann der Impfschutz oft lange bestehen. Bei manchen Impfungen ist allerdings eine Auffrischung nach einer bestimmten Zeit notwendig. Führen Sie einen Impfpass zur Dokumentation.
Besonders für Menschen, die regelmäßig in tropische oder subtropische Länder reisen, kann es sinnvoll sein, einen Basisschutz aufzubauen und diesen regelmäßig zu überprüfen. So sind Sie für spontane Reisen besser vorbereitet. Einmal geimpft, profitieren Sie oft viele Jahre von dem Schutz.
Der internationale Impfausweis dokumentiert alle erhaltenen Impfungen und zeigt, wann eine Auffrischung fällig wird. Bewahren Sie ihn gut auf und nehmen Sie ihn zu jeder reisemedizinischen Beratung mit. Der gelbe Impfausweis ist international anerkannt und wird bei Einreisen in manche Länder kontrolliert.
Schutzdauer der wichtigsten Reiseimpfungen
Die Hepatitis-A-Impfung schützt nach zwei Dosen mindestens 25 Jahre, möglicherweise sogar lebenslang. Die Hepatitis-B-Impfung bietet nach vollständiger Grundimmunisierung bei gesunden Menschen in der Regel lebenslangen Schutz. Eine Auffrischung ist nur bei besonderen Risikogruppen notwendig.
Die Gelbfieberimpfung gilt nach einer Dosis lebenslang. Früher musste sie alle zehn Jahre aufgefrischt werden, doch diese Empfehlung wurde geändert. Beachten Sie jedoch, dass manche Länder noch die alte Regelung anwenden und einen Nachweis verlangen, der nicht älter als zehn Jahre ist.
Die Tollwutimpfung schützt nach der Grundimmunisierung etwa zwei bis fünf Jahre. Wer regelmäßig in Risikogebiete reist oder beruflich mit Tieren arbeitet, sollte den Antikörpertiter regelmäßig kontrollieren lassen und gegebenenfalls auffrischen.
Die Typhusimpfung muss alle zwei bis drei Jahre erneuert werden. Die Japanische-Enzephalitis-Impfung hält etwa zwei Jahre. Die Meningokokken-Impfung bietet Schutz für etwa fünf Jahre.
Impfpass pflegen und aktualisieren
Achten Sie darauf, dass alle Impfungen korrekt im Impfpass eingetragen werden. Die Eintragung sollte den Namen des Impfstoffs, das Datum, die Chargennummer und den Stempel der impfenden Stelle enthalten. Bei der Gelbfieberimpfung ist der Eintrag im internationalen Impfausweis besonders wichtig, da dieser bei Grenzkontrollen vorgelegt werden muss.
Machen Sie sich Kopien oder fotografieren Sie Ihren Impfpass und bewahren Sie diese Kopien getrennt vom Original auf. So haben Sie im Fall eines Verlusts zumindest eine Dokumentation Ihrer Impfungen.
Besondere Personengruppen und Reiseimpfungen
Kinder, Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke haben besondere Bedürfnisse bei Reiseimpfungen. Die Impfempfehlungen müssen individuell angepasst werden. Lassen Sie sich von einem spezialisierten Arzt beraten, der Erfahrung mit Ihrer Situation hat.
Reiseimpfungen für Kinder
Kinder können die meisten Reiseimpfungen erhalten, allerdings gelten oft andere Altersgrenzen und Dosierungen. Die Gelbfieberimpfung ist beispielsweise erst ab einem Alter von neun Monaten zugelassen. Manche Experten empfehlen, mit Fernreisen in tropische Gebiete zu warten, bis das Kind älter ist.
Bei Kindern ist besonders wichtig, dass die Standardimpfungen nach dem Impfkalender der STIKO vollständig sind, bevor zusätzliche Reiseimpfungen gegeben werden. Lassen Sie sich von einem erfahrenen Kinderarzt beraten, welche Impfungen für Kinder vor Fernr… sinnvoll sind.
Reiseimpfungen in der Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sollten Fernreisen, besonders in tropische Regionen, möglichst vermieden werden. Falls eine Reise unumgänglich ist, sind viele Lebendimpfstoffe wie die Gelbfieberimpfung kontraindiziert. Totimpfstoffe wie gegen Hepatitis A und B oder Typhus können nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden.
Malariagebiete sollten in der Schwangerschaft unbedingt gemieden werden, da Malaria für Schwangere und das ungeborene Kind besonders gefährlich ist. Auch viele Malaria-Medikamente sind in der Schwangerschaft nicht zugelassen. Mehr zum Thema Reisen in der Schwangerschaft finden Sie in unserem Ratgeber.
Reiseimpfungen für ältere Menschen
Ältere Menschen sollten besonders sorgfältig planen, da das Immunsystem im Alter schwächer reagiert und Infektionen schwerer verlaufen können. Achten Sie auf ausreichend Zeit zwischen den Impfdosen, damit sich ein guter Schutz aufbauen kann. Manche Impfungen benötigen bei älteren Menschen möglicherweise zusätzliche Dosen.
Reiseimpfungen bei chronischen Erkrankungen
Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Immunschwäche sollten besonders auf vollständigen Impfschutz achten. Allerdings können manche Impfungen bei Immunschwäche nicht oder nur eingeschränkt gegeben werden. Eine individuelle Beratung ist hier besonders wichtig.
Das Paul-Ehrlich-Institut informiert über Impfstoffe und ihre Anwendung bei besonderen Patientengruppen.
Reiseimpfungen und Nebenwirkungen
Wie alle Medikamente können auch Reiseimpfungen Nebenwirkungen haben. Die meisten sind harmlos und verschwinden nach wenigen Tagen. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Der Nutzen der Impfung überwiegt bei weitem die Risiken einer Erkrankung.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle. Auch leichte Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder leichtes Fieber können auftreten. Diese Reaktionen zeigen, dass das Immunsystem auf die Impfung reagiert und Abwehrkräfte aufbaut.
Häufige Nebenwirkungen
Bei etwa 10 bis 20 Prozent der Geimpften treten lokale Reaktionen an der Einstichstelle auf. Diese klingen in der Regel nach zwei bis drei Tagen ab. Kühlen Sie die Stelle bei Bedarf und bewegen Sie den Arm normal weiter – das fördert die Durchblutung und lindert Beschwerden.
Allgemeinreaktionen wie leichtes Fieber, Müdigkeit oder Kopfschmerzen treten bei etwa 5 bis 10 Prozent der Geimpften auf. Gönnen Sie sich nach der Impfung Ruhe und vermeiden Sie extreme körperliche Belastungen für ein bis zwei Tage.
Seltene schwere Nebenwirkungen
Schwere allergische Reaktionen sind extrem selten und treten bei weniger als einem von einer Million Geimpften auf. Sie ereignen sich in der Regel innerhalb der ersten 15 bis 30 Minuten nach der Impfung. Deshalb werden Sie gebeten, nach der Impfung noch kurz in der Praxis zu bleiben.
Informieren Sie Ihren Arzt vor der Impfung über bekannte Allergien, besonders gegen Hühnereiweiß, Antibiotika oder andere Impfstoffbestandteile. Bei bekannten schweren Allergien können Hauttests durchgeführt werden, um das Risiko zu minimieren.
Nutzen überwiegt Risiken
Die Risiken durch die Krankheiten selbst sind um ein Vielfaches höher als die Risiken durch die Impfung. Gelbfieber verläuft beispielsweise in schweren Fällen in 50 Prozent tödlich. Tollwut endet unbehandelt nahezu immer tödlich. Typhus kann zu schweren Komplikationen führen. Die Impfungen bieten einen sicheren und wirksamen Schutz.
Ein ermutigendes Fazit
Reiseimpfungen sind ein wichtiger Baustein für sicheres und unbeschwertes Reisen. Mit der richtigen Vorbereitung und einer individuellen Beratung können Sie das Risiko für viele Infektionskrankheiten deutlich senken. Je nach Reiseziel kann der richtige Impfschutz sogar lebensrettend sein.
Die Investition in Ihre Gesundheit lohnt sich – nicht nur für die bevorstehende Reise, sondern oft auch für viele Jahre danach. Viele Reiseimpfungen bieten langanhaltenden Schutz, von dem Sie bei zukünftigen Reisen profitieren. Ein gut gepflegter Impfpass ist wie ein Gesundheitspass für die Welt.
Informieren Sie sich rechtzeitig, lassen Sie sich beraten und starten Sie gut geschützt in Ihren wohlverdienten Urlaub. So bleibt die schönste Zeit des Jahres auch wirklich schön. Mit dem richtigen Impfschutz können Sie Ihre Reise entspannt genießen und sich auf die schönen Erlebnisse konzentrieren, statt sich Sorgen um Krankheiten zu machen.
Moderne Reiseimpfungen sind sicher, gut verträglich und hochwirksam. Nutzen Sie diese Möglichkeit, sich und Ihre Familie zu schützen. Gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer gelungenen Reise – und dazu gehören Reiseimpfungen einfach dazu.
Häufig gestellte Fragen zu Reiseimpfungen (FAQ)
Sind Reiseimpfungen Pflicht?
Für manche Länder sind bestimmte Impfungen vorgeschrieben. Die Gelbfieberimpfung ist beispielsweise für einige Länder in Afrika und Südamerika Pflicht. Auch Meningokokken-Impfungen können für Saudi-Arabien erforderlich sein. Ohne Impfnachweis kann die Einreise verweigert werden. Prüfen Sie die Einreisebestimmungen auf der Webseite des Auswärtigen Amts.
Kann ich mich auch kurzfristig noch impfen lassen?
Ja, auch kurzfristige Impfungen können noch Schutz bieten. Einige Impfungen wie Hepatitis A wirken bereits nach kurzer Zeit. Es gibt auch Schnellimpfschemata für Tollwut und andere Erkrankungen. Bei der Hepatitis-B-Impfung gibt es ein beschleunigtes Schema mit drei Dosen innerhalb von drei Wochen. Lassen Sie sich trotzdem so früh wie möglich beraten, um den bestmöglichen Schutz zu erreichen.
Wo finde ich eine reisemedizinische Beratungsstelle?
Viele Hausärzte, Tropenmedizinische Institute und Gesundheitsämter bieten reisemedizinische Beratungen an. Eine Liste von Gelbfieber-Impfstellen finden Sie beim Robert Koch-Institut. Auch die Deutsche Gesellschaft für Trop… vermittelt Beratungsstellen. Informieren Sie sich auch bei Ihrer Krankenkasse – manche arbeiten mit bestimmten Beratungsstellen zusammen.
Brauchen Kinder andere Reiseimpfungen als Erwachsene?
Grundsätzlich gelten für Kinder ähnliche Empfehlungen wie für Erwachsene, allerdings müssen Alter, Gewicht und der allgemeine Impfstatus berücksichtigt werden. Manche Impfungen sind erst ab einem bestimmten Alter zugelassen. Die Gelbfieberimpfung kann beispielsweise erst ab neun Monaten gegeben werden. Lassen Sie sich von einem Kinderarzt mit reisemedizinischer Erfahrung beraten. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Impfungen für Kinder vor Fernr….
Was passiert, wenn ich eine Auffrischimpfung verpasse?
In den meisten Fällen muss die Impfserie nicht komplett neu begonnen werden. Versäumte Impfungen können nachgeholt werden. Das Prinzip heißt: Jede Impfung zählt. Auch wenn zwischen den Dosen mehr Zeit vergangen ist als empfohlen, wird der Impfschutz durch die nächste Dosis wieder aktiviert. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über den besten Zeitpunkt für die Auffrischung.
Gibt es Nebenwirkungen bei Reiseimpfungen?
Wie bei allen Impfungen können leichte Nebenwirkungen wie Rötungen an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder Abgeschlagenheit auftreten. Diese Reaktionen sind normal und zeigen, dass das Immunsystem arbeitet. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Ihr Arzt wird Sie vor der Impfung aufklären und auf mögliche Risiken hinweisen. Der Nutzen der Impfung überwiegt bei weitem die Risiken.
Welche Reiseimpfungen sind für Afrika wichtig?
Für viele afrikanische Länder werden Impfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis A und B, Typhus und Meningokokken empfohlen. In manchen Gebieten ist auch eine Malariaprophylaxe notwendig. Die Gelbfieberimpfung ist für viele Länder Pflicht. Die genauen Empfehlungen finden Sie beim Auswärtigen Amt oder können Sie bei einer reisemedizinischen Beratung erfahren.
Kann ich mich während der Schwangerschaft impfen lassen?
Manche Reiseimpfungen sind während der Schwangerschaft möglich, andere nicht. Lebendimpfstoffe wie die Gelbfieberimpfung, die Masern-Mumps-Röteln-Impfung oder die Impfung gegen Japanische Enzephalitis sollten in der Schwangerschaft vermieden werden. Totimpfstoffe wie gegen Hepatitis A, Hepatitis B oder Tetanus können nach ärztlicher Abwägung gegeben werden. Generell sollten Schwangere Fernreisen möglichst vermeiden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum Reisen in der Schwangerschaft.
Wie lange vor der Reise sollte ich mich impfen lassen?
Idealerweise beginnen Sie sechs bis acht Wochen vor der Reise mit der Planung. Manche Impfungen benötigen mehrere Dosen im Abstand von Wochen. Zudem braucht Ihr Körper Zeit, um nach der Impfung Antikörper zu bilden. Spätestens zehn bis vierzehn Tage vor Abreise sollten alle Impfungen abgeschlossen sein. Auch kurzfristigere Impfungen können noch sinnvoll sein – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Kann ich mehrere Reiseimpfungen gleichzeitig bekommen?
Ja, in der Regel können mehrere Impfungen gleichzeitig verabreicht werden. Sie werden dann in verschiedene Körperstellen gespritzt, meist in beide Oberarme oder in Oberarm und Oberschenkel. Moderne Impfstoffe sind so entwickelt, dass sie sich nicht gegenseitig beeinflussen. Das Immunsystem kann gleichzeitig auf mehrere Impfungen reagieren. Ihr Arzt wird einen Impfplan erstellen, der alle notwendigen Impfungen berücksichtigt.
Was ist der Unterschied zwischen Pflichtimpfungen und empfohlenen Impfungen?
Pflichtimpfungen sind Impfungen, die ein Land als Einreisevoraussetzung verlangt. Ohne Nachweis kann die Einreise verweigert werden. Die bekannteste Pflichtimpfung ist die Gelbfieberimpfung für bestimmte Länder in Afrika und Südamerika. Empfohlene Impfungen sind medizinisch sinnvoll, aber nicht vorgeschrieben. Sie schützen Sie vor Krankheiten, die in dem Land vorkommen, auch wenn die Einreise ohne Impfung möglich ist. Beide Arten von Impfungen sind wichtig für Ihre Gesundheit.
Dieser Artikel ersetzt nicht den Arztbesuch
Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung. Für eine persönliche Einschätzung, welche Reiseimpfungen für Sie notwendig oder sinnvoll sind, wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt mit reisemedizinischer Expertise. Auch Ihr Gesundheitsamt kann Sie beraten.
Bei gesundheitlichen Beschwerden während oder nach einer Reise suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe auf. Fieber nach Aufenthalt in Malariagebieten ist ein Notfall und muss sofort abgeklärt werden. Informieren Sie den behandelnden Arzt immer über Ihre Reisehistorie.
Robert Koch-Institut: Reiseimpfungen – Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG), Epidemiologisches Bulletin 14/2025. https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Reiseimpfung/reiseimpfung_node.html – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V.: Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen. https://www.dtg.org – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise, Gesundheitsinformationen für Reisende. https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-gesundheit – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Weltgesundheitsorganisation (WHO): International Travel and Health – Vaccination requirements and recommendations. https://www.who.int/travel-adv… – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Infektionsschutz auf Reisen, Hygienemaßnahmen. https://www.infektionsschutz.d… – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Bundesministerium für Gesundheit: Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, Impfungen. https://www.bundesgesundheitsm… – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Centrum für Reisemedizin (CRM): Länderinformationen und aktuelle Reiseimpfempfehlungen. https://www.crm.de/laender – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: Internisten im Netz – Richtige Vorbereitung für Reisen. https://www.internisten-im-net… – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Paul-Ehrlich-Institut: Informationen zu Impfstoffen, Sicherheit und Wirksamkeit von Reiseimpfstoffen. https://www.pei.de/DE/arzneimi… – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Tropeninstitut: Impfempfehlungen für Reiseziele weltweit, länderspezifische Gesundheitshinweise. https://www.tropeninstitut.de/… – Aufgerufen am 13. Januar 2026.
Bei der Erstellung dieses Artikels kam KI-Unterstützung zum Einsatz.



