Urologie » Berufspolitik

»

Premiere für Tele-Robotik in Deutschland auf dem Hamburger DRUS-Kongress 2025

Ansicht des DRUS 2025 Kongresses mit Teilnehmern und einer Bühne, auf der Vorträge gehalten werden.

Premiere für Tele-Robotik in Deutschland auf dem Hamburger DRUS-Kongress 2025

Berufspolitik

Urologie

Berufspolitik

mgo medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Im Rahmen des 15. Live-OP Kongresses (DRUS 2025) der Deutschen Gesellschaft für Roboter-assistierte Urologie e.V. fanden erstmals in Deutschland telerobotische Operationen über Länder- und Kontinentalgrenzen hinweg statt. Von Operationskonsolen in der Asklepios Klinik Hamburg-Altona sowie der Martini-Klinik /UKE aus wurden Tumoroperationen an der Niere und der Prostata an Patienten in Peking (China), Aalst (Belgien) und Madrid (Spanien) durchgeführt.

Technisch ermöglicht wurde die Premiere durch modernste Glasfaser- und Mobilfunk-Infrastruktur. Die Signale von den Konsolen in Hamburg zu den OP-Sälen in tausende Kilometer Entfernung wurden praktisch ohne wahrnehmbaren Zeitverzug übertragen, sodass die Operateure auf kleinste Bewegungen reagieren konnten, als säßen sie direkt im tausende Kilometer entfernten OP-Saal. „Wir sehen hierin einen Meilenstein für die Chirurgie in Deutschland“, betont der DGRU-Vorstand. Der DRUS-Kongress 2025 stand unter dem Motto „Next Level – Robotic Urology and Beyond“. Mehr als 400 Ärzte verfolgten diesmal über 20 robotisch assistierte, von Expert*innen durchgeführte Live-Operationen.

Erstmals kamen dabei auch chinesische Systeme wie das EDGE-System und TOUMAI (MicroPort) zum Einsatz, die vergleichbar mit den seit 25 Jahren etablierten und weiter entwickelten Da Vinci-Robotern sind. Ergänzend wurde aus dem St. Antonius-Hospital Gronau die neue Generation des Marktführers Intuitive vorgestellt: das „Da Vinci 5“-System. Neben den Live-Operationen diskutierten die Expertinnen und Experten auch die ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der internationalen Tele-Robotik – sowie verschiedene Themen wie Künstliche Intelligenz und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Prof. Dr. Christian Wülfing, diesjähriger Kongresspräsident und Chefurologean der Asklepios Klinik Altona, ergänzt: „Die heute präsentierten telerobotischen Eingriffe zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in dieser Technologie steckt. Wir haben nicht nur bewiesen, dass internationale Operationen technisch möglich sind, sondern auch, dass sie klinisch sicher und präzise durchgeführt werden können. Das eröffnet neue Perspektiven für die Versorgung von Patientinnen und Patienten weltweit.“ Bereits am Vortag des Symposiums fand das Young DRUS statt – ein spezielles Forum für Nachwuchsoperateur*innen. Das nächste Deutsche Robotische Urologie Symposium – DRUS 2026 – wird in Berlin stattfinden.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Medizinisches Fachpersonal nimmt an einer Weiterbildung teil waehrend eine Vortragende Diagramme praesentiert

Urologische Regionalkongresse 2026: Weiterbildung und Networking für Ärzt:innen

Fachartikel

Die urologischen Regionalkongresse 2026 bieten zwischen April und Juni eine herausragende Plattform für Fachärzt:innen und Ärzt:innen in Weiterbildung. Die bundesweiten Veranstaltungen ermöglichen den Austausch über aktuelle Entwicklungen, wissenschaftliche Neuerungen und Networking. Die GeSRU präsentiert zudem eigene Sitzungen und Workshops aus Perspektive der Weiterbildungsassistent:innen.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Person sitzt erschöpft im Bett und reibt sich die Augen als Symbol fuer muedigkeit und unspezifische Symptome bei Testosteronmangel

Diagnose Testosteronmangel – oft übersehen, selten behandelt

News

Die Zahl der Männer mit diagnostiziertem Testosteronmangel ist in Deutschland zwischen 2015 und 2021 in der Altersgruppe der 30- bis 69-Jährigen deutlich gestiegen. Meist wurde als Ursache eine Funktionsstörung der Hoden diagnostiziert. Eine gezielte Diagnostik und Therapie erfolgten bislang nicht ausreichend. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift The Aging Male.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Stethoskop und Geldscheinstapel auf einer Waage als Symbol fuer Ungleichgewicht zwischen medizinischer Versorgung und politischer Finanzierung

BvDU: Urologie fühlt sich von der Bundesregierung betrogen

Berufspolitik

Die geplanten Maßnahmen im Referentenentwurf zur Stabilisierung der GKV-Beiträge bohren sich aus der Sicht des Berufsverbands der Deutschen Urologie (BvDU) tief ins letzte funktionierende Mark der Grundversorgung. Die drohenden Nachteile für die zukünftige Patientenversorgung seinen massiv.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen