Allgemeinmedizin » Bewegungsapparat

»

Krebspatienten: Moderate Bewegung lindert Beeinträchtigungen der Chemotherapie

© standret - stock.adobe.com

Quelle: © standret - stock.adobe.com

Krebspatienten: Moderate Bewegung lindert Beeinträchtigungen der Chemotherapie

News

Allgemeinmedizin

Bewegungsapparat

mgo medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Bis zu 75% der Krebspatienten erleben während einer Chemotherapie kognitive Beeinträchtigungen (Cancer-Related Cognitive Impairment, CRCI), auch als „Chemo-Brain“ oder „Brain Fog“ bezeichnet. Die Betroffenen berichten von kognitiven Einbußen wie Konzentrationsproblemen, Wortfindungsstörungen, Vergesslichkeit sowie mentaler Erschöpfung, die über das Ende der Therapie hinaus anhalten können. Die Störungen werden maßgeblich auf Entzündungsreaktionen durch die Zytostatika zurückgeführt.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Bewegung, die eine entzündungshemmende Wirkung hat, auch die kognitiven Beschwerden als Folge einer Chemotherapie lindern kann. US-Forscher haben jetzt für Krebspatienten ein strukturiertes Bewegungsprogramm entwickelt: EXCAP (Exercise for Cancer Patients). Es umfasst leichtes Ausdauer- und Krafttraining (Gehen und Dehnübungen), das im Verlauf von 6 Wochen langsam gesteigert wird, sofern die Patienten dies tolerieren. In einer randomisierten Phase-3-Studie mit 687 Patienten konnten sie zeigen, dass EXCAP die kognitiven Nebenwirkungen einer Chemotherapie abschwächen kann. Von dem Bewegungsprogramm profitierten insbesondere Patienten, die alle zwei Wochen behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die eine Chemotherapie in drei- oder vierwöchigen Zyklen erhielten.

Literatur: Mustian KM et al. JNCCN 2026; 24 (3): 91-99. https://doi.org/10.6004/jnccn.2025.7118

Quelle: Pressemeldung University of Rochester Medicine

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Andrei - stock.adobe.com

Imperativer Harndrang: Sensorische Überempfindlichkeit als mögliche Ursache

News

Allgemeine sensorische Empfindlichkeit (Generalized Sensory Sensitivity, GSS) beschreibt eine Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen (z.B. helles Licht, Geräusche, Chemikalien) sowie verstärkter Wahrnehmung innerer Körpersignale (z. B. Herzrasen, Mundtrockenheit, Gleichgewichtsstörungen).

Allgemeinmedizin

Nieren und Harnwege

Beitrag lesen
© HADI INCREDIBLE - stock.adobe.com

Infarkt-Risiko: LDL-Cholesterinsenkung zu selten leitliniengerecht

News

Besonders nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall, einer Gefäßoperation oder bei Patienten mit einem hohen Risiko für solche Ereignisse, kommt es zu erhöhten LDL-Cholesterin-Blutwerten. Internationale wie auch die deutschen Leitlinien empfehlen ein gezieltes Absenken des LDL-Cholesterins auf weniger als 55 mg/dl Blut.

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

Beitrag lesen
© Ubay.d25 - stock.adobe.com

Chronische Nierenkrankheit: Gezieltes Screening verbessert die Prognose

News

Moderne medikamentöse Therapien können heute das Fortschreiten einer chronischen Nierenkrankheit (CKD) deutlich verzögern, in vielen Fällen sogar stoppen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine frühzeitige Diagnose.

Allgemeinmedizin

Nieren und Harnwege

Beitrag lesen