Glätteunfälle sind im Winter häufige Ursache für Knochenbrüche, insbesondere bei älteren Menschen. Frakturen können aber auch erste Anzeichen einer noch nicht erkannten Osteoporose sein, bei der durch den Verlust der Knochenstabilität der Knochen porös und bruchanfällig wird. Allerdings erhalten viele Menschen nach Knochenbrüchen nicht die dafür erforderliche internistische Anschlussversorgung, um eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Studien zufolge werden in Deutschland nur ca. 30% der Patienten nach einer fragilitätsbedingten Fraktur leitliniengerecht diagnostiziert oder behandelt. Eine Fraktur sollte daher als deutliches Warnsignal gesehen werden, mahnt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM), denn bei diesem ersten Bruch bleibt es ohne Behandlung meist nicht. Ein erhöhtes Fraktur-Risiko haben insbesondere Frauen nach den Wechseljahren, ältere Männer sowie Menschen mit hormonellen Erkrankungen oder einer längerfristigen Kortisontherapie. Mit zunehmendem Alter kommen weitere Risikofaktoren wie Muskelabbau, Gleichgewichtsstörungen und Seheinschränkungen hinzu. Bei Menschen mit Risikokonstellation sollte nach Knochenbrüchen eine Osteoporose-Abklärung erfolgen.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)



