Onkologie » Hämatologie

»

PNH: Neue Therapieansätze

3D-Darstellung menschlicher roter Blutkörperchen isoliert auf weißem Hintergrund

PNH: Neue Therapieansätze

Fachartikel

Onkologie

Hämatologie

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Die Therapielandschaft der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt. Besonders die Einführung neuer zielgerichteter Therapieoptionen mit terminalen – und neuerdings auch proximalen – Komplementinhibitoren hat zu einer signifikanten Verbesserung der Krankheitskontrolle, des Therapieansprechens und insbesondere auch der Lebensqualität der Patienten geführt.

Historisches

1882 beschrieb Paul Strübing als erster eine Symptomatologie eines neuen Syndroms, das er als „Paroxysmale Hämoglobinurie“ bezeichnete. Strübing unterschied diese neue Entität durch Provokationstests von anderen Formen der Hämoglobinurie und stellte schon damals relevante Theorien zur Pathogenese und Pathophysiologie auf [1]. Diese wurden Jahrzehnte später bestätigt, u. a. durch Marchiafava, Nazari und Michel, weshalb diese Entität zeitweise auch als Marchiafava-Micheli-Syndrom benannt wurde [2]. Letztlich ist die Urheberschaft der Entdeckung der PNH nach wie vor kontrovers, da auch andere Forscher wie Chauffard und Troisier sowie Hÿmans van den Bergh frühe Fallberichte veröffentlicht hatten [3, 4]. Interessanterweise wies Biffis 1915 als erster darauf hin, dass die Hämoglobinurie bei den Patienten vor allem nachts auftrete [5]. 1925 veröffentlichte der Holländer Enneking, der die vorgenannten Berichte nicht kannte, einen sorgfältig untersuchten Fall und gab der Krankheit erstmals den Namen „Paroxysmale Nächtliche Hämoglobinurie“ [6]. Erst viele Jahre später wurde das gehäufte Auftreten von thrombotischen Ereignissen als gefährliche Komplikation erkannt [7]. Der molekulare Mechanismus der Mutation des PIG-A-Gens als Ursache der Hämolyse wurde 1993 das erste Mal durch Takeda et al. beschrieben [8].

Vollständiger Artikel

Bilderquelle: © Anusorn – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

portraet eines maennlichen onkologen im anzug in einem klinikflur

Prof. Florian Lordick wird Präsident der ESMO

Berufspolitik

Prof. Dr. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig, wurde zum Präsidenten der European Society for Medical Oncology für die Amtszeit 2029–2030 gewählt.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen

In vivo CAR-T-Zelltherapie bei B-Zell-Lymphomen

Kongressberichte

Die CAR-T-Zelltherapie geht in die nächste Runde. Patienteneigene T-Zellen werden in Zukunft möglicherweise in vivo umprogrammiert. Beim EHA wurde eine Phase-1-Studie beim rezidivierten/refraktären B-Zell-Non Hodgkin-Lymphom vorgestellt.

Onkologie

Hämatoonkologie

Lymphome

Beitrag lesen
Mikroskopische Aufnahme von Zellen des multiplen Myeloms, dargestellt in einer Färbung zur Identifikation von Zellstrukturen.

Neue Daten zu Ciltacabtagen Autoleucel aus der CARTITUDE-4-Studie

Kongressberichte

In der Wartezeit vor Gabe von Ciltacabtagen Autoleucel sollte laut einer spezifizierten Analyse der CARTITUDE-4-Daten beim Lenalidomid-refraktären multiplen Myelom eine Brückentherapie erfolgen, um die Ergebnisse der CAR-T-Zelltherapie zu optimieren.

Onkologie

Hämatoonkologie

Multiples Myelom

Beitrag lesen