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Hashimoto-Thyreoiditis: Übertherapie mit L-Thyroxin vermeiden

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Hashimoto-Thyreoiditis: Übertherapie mit L-Thyroxin vermeiden

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Impfen und Infektionen

mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische, nicht heilbare Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Schilddrüsenzellen angreift. Zahlreiche Faktoren, darunter Immunreaktionen, Entzündungs- und Mikronährstoffstatus, Ernährung und körperliche Aktivität haben Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Die Behandlung erfolgt durch Substitution des fehlenden Schilddrüsenhormons. Die Dosierung von synthetischem L-Thyroxin orientiert sich am Körpergewicht und sollte, so die DGE*, über den TSH-Wert regelmäßig kontrolliert werden. Bei zu niedriger Dosis bleiben die Beschwerden der Unterfunktion bestehen, bei zu hoher Dosis drohen Herzrasen, Schlaflosigkeit oder Herzrhythmusstörungen. Das Medikament wirkt am besten bei Einnahme auf nüchternen Magen, idealerweise 20-30 Minuten vorm Frühstück. Für die Verordnung von L-Thyroxin zur Vorbeugung oder Behandlung der häufigen Schilddrüsenknoten gibt es laut DGE keine wissenschaftliche Grundlage, insbesondere ältere Menschen könnten durch eine nicht erforderliche L-Thyroxin-Therapie einem unnötigen Herz-Kreislauf-Risiko ausgesetzt werden. L-Thyroxin wird häufig schon bei einem einzigen oder nur leicht erhöhten TSH-Wert verordnet. Besser wäre laut DGE eine individuelle Beurteilung der klinischen Gesamtsituation des Patienten in Kombination mit Verlaufskontrollen.

Quelle: Pressemitteilung *Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE)

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