In Deutschland leben mehr als 5 Millionen Menschen mit einer überstandenen Krebserkrankung, die Mehrheit davon bereits seit mehr als 5 Jahren. Doch in der Nachsorge zeigt sich, dass über die Hälfte dieser Langzeit-Überlebenden die Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil nur teilweise oder gar nicht erfüllt.
Dass es sich aber auch viele Jahre nach einer Krebsdiagnose lohnt, auf einen gesunden Lebensstil zu achten, zeigt eine aktuelle bevölkerungsbasierte Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Für die Studie wurden bei mehr als 6.000 Menschen aus ganz Deutschland, die mindestens 5 Jahre zuvor an Brust-, Darm- oder Prostatakrebs erkrankt waren, über einen Zeitraum von bis zu 12 Jahren der Einfluss verschiedener Lebensstilfaktoren auf die Gesamtsterblichkeit analysiert.
Das Ergebnis: Langzeit-Krebsüberlebende mit einem insgesamt gesunden Lebensstil hatten ein um rund 30% geringeres Sterberisiko als diejenigen mit ungesünderen Lebensgewohnheiten. Besonders relevante Faktoren: Nichtrauchen, regelmäßige körperliche Aktivität, gesundes Körpergewicht, mäßiger oder kein Alkoholkonsum. Am stärksten wirkte sich der Rauchverzicht aus.
Die Auswirkungen eines gesunden Lebensstils zeigten sich unabhängig von Alter, Geschlecht, Krebsart oder dem Vorliegen anderer chronischer Erkrankungen.
Literatur: Zhu C et al. Eur J Epidemiol 2026. https://doi.org/10.1007/s10654-025-01350-6
Quelle: Pressemitteilung Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZ



