Weltweit könnten fast 40% der jährlichen Krebsneuerkrankungen verhindert werden. Das bedeutet: 4 von 10 neuen Krebsfällen (entsprechend ca. 7,1 Millionen von 18,7 Millionen im Jahr 2022, 37,8%) sind auf veränderbare Risikofaktoren zurückzuführen. Männer sind stärker davon betroffen als Frauen (45,4% vs. 29,7%).
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der WHO und ihrer Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC). Für ihre Analyse werteten die Wissenschaftler die globale Krebsbelastung von 2022 aus und verglichen sie mit Daten aus 2012. Dabei identifizierten sie 30 vermeidbare Faktoren, auf die die Krebserkrankungen zurückzuführen sind, wie z.B. Tabak, Alkohol, hoher BMI, unzureichende körperliche Aktivität, Luftverschmutzung, UV-Strahlung und erstmals auch Infektionen. Rauchen, Infektionen und Alkoholkonsum zählten dabei zu den Hauptrisikofaktoren. Lungen-, Magen- und Gebärmutterhalskrebs machten weltweit fast die Hälfte der vermeidbaren Krebsarten aus. Bei Männern dominierten vor allem rauchassoziierte Krebserkrankungen, während sich bei Frauen Infektionen (insbesondere mit HPV und Helicobacter pylori) als bedeutendste vermeidbare Risikofaktoren erwiesen.
Ergänzend zu dieser Studie aktualisierte die IARC den Europäischen Krebskodex, der unter nachfolgendem Link abrufbar ist: Europäischer Krebskodex | 14 Möglichkeiten, Krebs vorzubeugen

Quelle: Fink H et al. Nat Med (2026). https://doi.org/10.1038/s41591-026-04219-7



