Patienten mit ischämischem Schlaganfall in der Vorgeschichte haben ein hohes Risiko für wiederkehrende Schlaganfälle und andere schwere unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE). Eine LDL-C-Senkung soll weitere schwere Ereignisse reduzieren, wobei die aktuellen Leitlinien einen Zielwert von <55mg/dL empfehlen. Unklar war bislang, was sehr niedrige Werte von LDL-Cholesterin (<40mg/dL) nach einem Schlaganfall bewirken. Eine US-Studie analysierte jetzt bei 5.291Patienten (Teilnehmer der FOURIER-Studien) mit früherem ischämischem Schlaganfall (>4 Wochen) über einen medianen Beobachtungszeitraum von 5 Jahren den Zusammenhang zwischen erreichten LDL-C-Werten (<20, 20 bis <40, 40 bis <55, 55 bis <70 und ≥70 mg/dL) und dem Risiko wiederkehrender Schlaganfälle sowie MACE.
Ergebnis: Die Senkung des LDL-C auf <40 mg/dL reduzierte schwere unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse, ohne das Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall bei Patienten mit vorherigem ischämischem Schlaganfall zu erhöhen. Die Patienten
wiesen eine um 31% niedrigere MACE-Rate auf als Patienten mit LDL-Werten von ≥ 70 mg/dL. Bei Patienten mit Werten <40 mg/dl kam es außerdem zu einem Rückgang aller Schlaganfälle um 27% und zu einem Rückgang nachfolgender ischämischer Schlaganfälle um 25%.
Quelle: Monguillon V et al. Circulation 2025; 153(2). https://doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.125.07754



