Lyme Borreliose ist in der nördlichen Hemisphäre die häufigste durch Vektoren übertragene Krankheit. Erreger sind Borrelia-Bakterien, die von infizierten Ixodes-Zecken auf den Menschen übertragen werden. Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff. Das könnte sich laut einer Pressemeldung von Pfizer und Valneva bald ändern. Darin informieren die Unternehmen über die vorläufigen Ergebnisse der Phase-III der VALOR-Studie (NCT05477524) zur Wirksamkeit ihres Impfstoffkandidaten LB6V (VLA15) bei Personen ab 5 Jahren.
Der rekombinante, hexavalente, OspA-basierte Proteinimpfstoff LB6V (VLA15) zeigte eine Wirksamkeit von über 70%. OspA (Outer Surface Protein A) ist ein zentrales Oberflächenprotein von Borrelia burgdorferi. Der Impfstoffkandidat induziert die Bildung von Antikörpern gegen 6 Serotypen von OspA. Wird eine geimpfte Person von einer Zecke gestochen, nimmt die Zecke die Antikörper während des Saugvorgangs auf. So können die Antikörper die Borrelien bereits in der Zecke blockieren, sodass eine Übertragung auf den menschlichen Wirt verhindert wird. LB6V (VLA15) wurde zudem gut vertragen und zum Zeitpunkt der Analyse gab es keine Sicherheitsbedenken.
Quellen: Pressemitteilung Pfizer, Pressemitteilung Valneva



