Bei mehr als der Hälfte der Über-65-Jährigen kommt es vermehrt zu degenerativen chronischen Erkrankungen, die häufig gleichzeitig auftreten bzw. bestehen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Multimorbidität. Die Folgen: verminderte Lebensqualität, erhöhter Pflegbedarf und Polymedikation. Über die Gründe für eine Mehrfacherkrankung ist noch wenig bekannt. Vermutet wird eine mögliche Mischung aus vermehrten biologischen Defiziten und erschöpften physiologischen Ressourcen. Schwedische Forscher haben nun 7 Blutbiomarker identifiziert, die signifikant mit Multimorbidität verbunden waren und damit einen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko geben können. Für ihre Studie nutzten sie das Patientenkollektiv (n=2.247, 60+) einer Langzeitstudie, die seit 2001 läuft. Zur Erstuntersuchung wurden von allen Teilnehmern Blutproben entnommen. Die meisten entwickelten innerhalb der folgenden 15 Jahre mehrere chronische Erkrankungen.
Von den 7 identifizierten Laborwerten waren 5 Biomarker direkt mit Multimorbidität assoziiert: Growth Differentiation Factor 15 (GDF15), Cystatin C, HbA1c, Leptin und Insulin. Zusätzlich dazu waren auch Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) und Albumin mit einer schnelleren Expansion der Multimorbidität über die Zeit verbunden.
Quelle: Ornago AM et al. Nat Med 2026. https://doi.org/10.1038/s41591-025-04038-2



