Der Zusammenhang von Zigarettenkonsum und Depression ist unbestritten. Doch welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Das konnten jetzt erstmals Forscher unter Leitung des ZI* innerhalb der NAKO-Gesundheitsstudie klären. Besonderer Fokus lag dabei auf der Dosis-Wirkungs-Beziehung von Rauchverhalten und Auftreten von Depressionen.Die Analyse umfasste 173.890 Teilnehmer (19 bis 72 Jahre). Über Interviews sowie standardisierte Fragebögen wurden ärztlich diagnostizierte Depressionen, aktuelle depressive Symptome, Lebensumstände und Rauchverhalten (ggf. „Eintrittsalter“, Ø-Zigarettenanzahl/Tag, Zeit seit dem Rauchstopp) erfasst und die Teilnehmer in 3 Gruppen eingeteilt (Nie-Raucher, ehemalige sowie aktuelle Raucher). Ergebnis: Depressionen traten über die Lebenszeit bei aktuellen und ehemaligen Rauchern häufiger auf als bei Nie-Rauchern, besonders ausgeprägt war dies in den Altersgruppen zwischen 40-59 Jahren. Zudem wurde deutlich: je mehr Zigaretten/Tag, desto stärker waren die aktuellen depressiven Symptome. Ein späterer Beginn des Rauchens war mit einem späteren Auftreten der ersten Depression verbunden. Zu guter Letzt zeigen die Daten auch: Je länger der letzte Zigarettenkonsum zurücklag, desto geringer war das Risiko, an einer Depression zu erkranken.
*Zentralinstituts für Seelische Gesundheit
Literatur: Völker MP et al. BMC Public Health 2026; 26, 301. https://doi.org/10.1186/s12889-025-25959-0
Quelle: Pressemitteilung NAKO e.V. / NAKO Gesundheitsstudie



