Bei Brust- und Prostatakrebs gibt es große Unterschiede bei den Früherkennungsprogrammen. Während organisierte Brustkrebs-Screening-Programme sich bereits etabliert haben, konnte sich das Prostatakrebs-Screening bisher noch nicht so behaupten. Bedenken gibt es vor allem hinsichtlich der Genauigkeit des PSA-Bluttests und der Risiken einer Überdiagnose und Übertherapie. Mittlerweile gibt es zahlreiche PSA-Studien, die im Langzeitverlauf eine Risikoreduktion zeigen, die vergleichbar ist mit den Beobachtungen beim Brustkrebs-Screening. Eine neue vergleichbare Analyse der PROBASE-Studie unter der Leitung des DKFZ hat nun ergeben, dass das Prostatakrebs-Screening auf Basis eines PSA-Bluttests bei der Erkennung von Krebserkrankungen und beim Vermeiden von Überdiagnosen wahrscheinlich vergleichbar gut abschneidet wie das Mammographie-Brustkrebs-Screening. In die aktuelle Analyse flossen Daten von 39.392 PROBASE-Teilnehmern ein, die im Alter von 45 oder 50 Jahren einen ersten PSA-Bluttest gemacht hatten. Diese Daten wurden verglichen mit Daten von über 2,8 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren, die eine Mammographie in Anspruch genommen hatten.
Literatur: Carlsson SV et al. European Urology 2026; 89(3):193–195. https://doi.org/10.1016/j.eururo.2025.12.002
Quelle: Pressemitteilung Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)



