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ST-Strecken-Hebungsinfarkt (STEMI): Diagnostik, Therapie, Prävention

Man sieht auf dem Bild einen Mann, der sich den linken Arm hält. Im Vordergrund sitzt eine Ärztin auf einem Tisch und vor ihr steht ein Computer auf dessen Bildschirmmonitor ein 3D-Herz zu sehen ist, in dem die Gefäße rot markiert sind.

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ST-Strecken-Hebungsinfarkt (STEMI): Diagnostik, Therapie, Prävention

Fachartikel

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

mgo medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: internistische Praxis

Der ST-Hebungs-Myokardinfarkt entsteht bei akutem Koronararterienverschluss mit transmuraler Ischämie. Eine schnelle prähospitale Diagnose und leitliniengerechte Behandlung in Form einer Reperfusionsstrategie, antithrombotischen Therapie sowie ein strukturiertes Sekundärpräventionsprogramm senken Morbidität und Mortalität.

Zusammenfassung

Das ST-Hebungs-Myokardinfarkt-Syndrom (STEMI) stellt eine kardiologische Notfallsituation dar, die einer raschen Diagnostik und evidenzbasierten Therapie unterliegt. Die zeitkritische Reperfusion und strukturierte Versorgungswege sind entscheidend für die Reduktion von Morbidität und Mortalität. Diese Übersicht fasst die aktuellen diagnostischen Kriterien, therapeutischen Leitlinien und präventiven Maßnahmen für STEMI gemäß ESC 2023, DGK und AWMF zusammen und adressiert klinisch relevante Algorithmen für Fachärztinnen/Fachärzte, Assistenzärztinnen/Assistenzärzte und hausärztliche Kolleginnen und Kollegen. Die Diagnose basiert auf typischer Anamnese, EKG-Veränderungen (persistierende ST-Hebungen) und Troponindynamik. Die rasche EKG-Interpretation und differenzierende Diagnostik bei STEMI-Mimics (z. B. Perikarditis, Takotsubo) sind essenziell. Primäres Ziel ist die Reperfusion innerhalb des Leitlinienzeitfensters – bevorzugt perkutane Koronarintervention (PCI), alternativ Fibrinolyse. Ergänzt wird die Akuttherapie durch duale Plättchenhemmung, Antikoagulation, Betablocker, Statine und supportive Maßnahmen (z. B. Kreislaufstabilisierung beim kardiogenen Schock). Trotz moderner Intervention bleibt das Risiko für Arrhythmien, Herzinsuffizienz, mechanische Komplikationen oder kardiogenen Schock bestehen. Eine strukturierte Überwachung auf der Chest Pain Unit oder Intensivstation ist obligat. Die Sekundärprävention basiert auf der ABC-Strategie: A (Aggregationshemmung, ACE-Hemmer), B (Betablocker, Blutdruckkontrolle), C (Cholesterinmanagement, Compliance, cardiac rehabilitation). Risikofaktoradjustierung und strukturierte Nachsorge sind langfristig prognoserelevant. Der STEMI verlangt einen interdisziplinär abgestimmten, zeitkritischen und leitlinienkonformen Ansatz von der Prähospitalphase bis zur Langzeitnachsorge. Die strukturierte Umsetzung evidenzbasierter Algorithmen verbessert die klinischen Outcomes und sollte integraler Bestandteil der notfall- und hausärztlichen Versorgung sein.

Autorin und Autoren: M. Buerke, H. Lemm, M. Janusch, P. Boettger
Lesen Sie den kostenpflichtigen Originalbeitrag zu diesem Thema in internistische praxis 2026; 69 (4): 463-476.

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