Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine häufige Erkrankung der Netzhaut bei älteren Menschen, die das zentrale Sehen beeinträchtigt. Unterschieden wird die langsam verlaufende trockene Form von der schnell fortschreitenden feuchten Form. Während die feuchte AMD oft durch Spritzen ins Auge behandelbar ist, ist die trockene Form bisher nicht heilbar. Mehrere Studien deuten schon länger darauf hin, dass das Diabetes-Medikament Metformin das Risiko für die Entwicklung einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) bei Menschen mit Typ-2-Diabetikern senken könnte, insbesondere bei langfristiger Einnahme. Bei diesen Studien handelt es sich allerdings um epidemiologische Studien, die sich auf Sekundärdaten stützten.
Britische Forscher haben jetzt mit ihrer bevölkerungsbasierten 5-Jahres-Fallkontrollstudie eine Untersuchung veröffentlicht, deren Ergebnisse auf Primärdaten genauer gesagt auf Fotos des Augenhintergrundes basiert, die mithilfe des fotografischen Screenings auf diabetische Retinopathie eine systematische AMD-Bewertung ermöglichte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der langfristige Einsatz von Metformin bei älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für die Entwicklung einer intermediären altersbedingten Makuladegeneration (AMD) signifikant um rund ein Drittel (37%) senken kann.
Quelle: Romdhoniyyah DF et al. BMJ Open Ophthalmology 2026;11:e002339. https://doi.org/10.1136/bmjophth-2025-002339



