Übergewicht gilt als einer der wichtigsten Treiber für Typ-2-Diabetes (T2D) – der Weg dorthin ist allerdings bei Frauen und Männern unterschiedlich. So bedeutet derselbe BMI nicht zwangsläufig dasselbe T2D-Risiko: Frauen haben bei identischem BMI im Durchschnitt einen höheren Körperfettanteil als Männer. Es kommt auch auf die Fettverteilung an. Männer entwickeln häufiger viszerales Fett, das besonders stark auf den Stoffwechsel wirkt: Es fördert Insulinresistenz und erhöht damit das Risiko für T2D und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Frauen hingegen lagert sich Fett zunächst häufiger an Hüften und Oberschenkeln ab. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Männer häufig früher erkranken – oft schon bei geringerem Übergewicht. Frauen entwickeln einen T2D dagegen meist später, dann häufig bei stärkerem Übergewicht und mit ausgeprägteren Stoffwechselstörungen. Bei Frauen beeinflussen bestimmte Lebenssituationen das Risiko zusätzlich, wie z.B. ein Gestationsdiabetes in der Schwangerschaft, ein polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) oder sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren.
Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)



