Vitamin B2 (Riboflavin) kann vom Körper nicht selbst gebildet werden und muss daher über die Nahrung aufgenommen werden. Der körpereigene Stoffwechsel wandelt Vitamin B2 in Moleküle um, die unter anderem für den Schutz der Zellen vor oxidativen Schäden zuständig sind. Allerdings scheint Vitamin B2 auch die Krebszellen vor einer speziellen Form des programmierten Zelltods, der Ferroptose, zu schützen – das haben Forscher der Universität Würzburg herausgefunden. Ferroptose wird mit vielen krankhaften Zuständen in Verbindung gebracht, darunter Krebs und Neurodegeneration. Krebszellen umgehen die Ferroptose häufig, indem sie ihre Redox-Abwehrsysteme verstärken. Den Wissenschaftlern zufolge spielt der Vitamin-B2-Stoffwechsel eine wichtige Rolle bei diesen Abwehrmechanismen. Demnach könnte ein Mangel des Vitamins B2, z.B. durch gezielte Bekämpfung von Vitamin-B2-abgeleiteten Kofaktoren, die Ferroptose-Resistenz schwächen und auf diese Weise Tumore wieder anfälliger machen.
Literatur: Skafar V et al. Nat Cell Biol 2026. https://doi.org/10.1038/s41556-025-01856-x
Quelle: Pressemitteilung Julius-Maximilians-Universität Würzburg



