Das Nierenzellkarzinom zählt in Deutschland zu den selteneren Krebserkrankungen (ca. 3 % aller Fälle) [1]. Im Jahr 2020 wurden etwa 14.160 Neuerkrankungen verzeichnet, wobei Männer fast doppelt so häufig betroffen waren wie Frauen [2]. Die meisten Tumoren werden im organbegrenzten Stadium entdeckt und können durch eine operative Therapie geheilt werden. Das Auftreten von Metastasen geht jedoch mit einer ungünstigen Prognose einher und erfordert medikamentöse Behandlungen. Das mediane Überleben liegt heute bei über 50 Monaten, abhängig von verschiedenen Prognosefaktoren. In den letzten Jahren konnten sich die Kombinationstherapien als Standard in der ersten Linie durchsetzen. Die aktuellen Daten zeigen in der Langzeitnachbeobachtung robuste Vorteile einer kombinierten Therapie gegenüber einer Monotherapie und unterstützen dieses Therapieprinzip. In diesem Artikel fassen wir den aktuellen Stand der Therapie zusammen.