Wie ein modernes Kongressformat ein umfassendes fachliches Update mit direktem Nutzwert verbindet und warum die klassische Dermatologie gerade heute eine Renaissance erlebt, erklärt im Prof. Dr. Klaus Fritz, Veranstalter der DERM Frankenthal.
Die Belastung in den Praxen ist hoch. Warum lohnt es sich für Fachärzte gerade jetzt, ein ganzes Wochenende in den DERM-Kongress zu investieren?
Prof. Dr. Klaus Fritz: „Das Ziel der Tagung ist es, ein breites Angebot an Vorträgen und Kursen zu bieten und gleichzeitig alle für die Praxisführung notwendigen Nachweise an einem einzigen Wochenende zu bündeln. Das reicht von 34 Weiterbildungspunkten über spezielle Onkologie-Fortbildungen bis hin zu Laserschutz-Qualifikationen. Durch 4 bis 5 parallele Stränge mit rund 100 Referenten kann sich jeder Teilnehmer sein Update individuell zusammenstellen, ohne sich vorab festlegen zu müssen.“

Welche fachlichen Schwerpunkte setzen Sie in diesem Jahr?
Prof. Dr. Klaus Fritz: „Die klassische Dermatologie steht mit etwa 57 % des Programms im Jahr 2026 wieder klar im Vordergrund. Wir beobachten derzeit eine sehr hohe Nachfrage nach Themen wie Akne, Rosacea, Ekzemen und Mykologie. Das ist besonders für angehende Fachärzte wichtig, da diese Bereiche in der klinischen Ausbildung oft nicht in der Tiefe der ambulanten Versorgung vorkommen. Daneben nehmen Ästhetik und Laser (25 %) sowie Praxismanagement und Berufspolitik (ca. 16–20 %) wichtige Rollen ein. Auch das große Thema KI wird sowohl fachlich als auch organisatorisch beleuchtet.
Praxisnähe ist ein gern genutztes Schlagwort. Wie füllen Sie diesen Anspruch in Frankenthal mit Leben?
Prof. Dr. Klaus Fritz: „Wir wollen wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch nutzbar machen, statt rein theoretische Diskussionen zu führen. Unsere Vorträge sind bewusst so gehalten, dass das Wissen am nächsten Montag direkt umgesetzt werden kann. Besonders deutlich wird das in unseren Kursformaten mit praktischen Übungen, Injektionstrainings oder den Hospitationen in umliegenden Praxen und Kliniken. Es geht um den Austausch auf Augenhöhe – unter anderem im Format der „DERM-Tipps“, bei den brisanten Problemen der Praxisführung unter Kollegen diskutiert werden.“
2026 gibt es neue Auszeichnungen. Was hat es mit dem UNNA-DERM Preis auf sich?
Prof. Dr. Klaus Fritz: „Wir wollen Innovationen mit Praxisrelevanz gezielt fördern. Während die „DERM Awards“ Industrieprodukte auf ihre Praxisrelevanz prüfen, richtet sich der „UNNA-DERM Preis“ an kreative Versorgungskonzepte „von uns für uns“. Es geht darum, Ideen von Ärzten und Mitarbeitenden bekannt zu machen, die das Potenzial haben, die Patientenversorgung direkt zu verbessern. Die Kongressteilnehmer können hierüber online abstimmen.“

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Neben dem Fachlichen gilt die DERM als wichtiges „Klassentreffen“. Was erwartet die Kollegen beim Networking?
Prof. Dr. Klaus Fritz: „Der kollegiale Austausch ist das Herzstück unserer Tagung. Oft entstehen die wertvollsten Impulse in den Gesprächen zwischen den Vorträgen oder beim Diskussionsformat „DERM-Tipps“ am Sonntag, wo wir brisante Fragen der Praxisführung gemeinsam lösen. Ein besonderes Highlight wird unser Gesellschaftsabend in der „Manufaktur“ im Mannheimer Hafen – eine ehemalige Bettenfabrik im modernen Industriedesign. Neben einer musikalischen Überraschung und D.J. Jean-Claude bietet der Abend den perfekten Rahmen, um in entspannter Atmosphäre das Netzwerk zu pflegen. Wir hoffen natürlich, dass trotz der Party um Mitternacht alle rechtzeitig für das hochkarätige Sonntagsprogramm bereit sind, denn auch am Sonntag wird nochmal viel fachlich Spannendes geboten.“
Das Interview führte Sabine Mack
Auf einen Blick
Termin: Ein Wochenende im Jahr 2026
Ort: Kongresszentrum Frankenthal
Fortbildung: 34 CME-Punkte, breites Kursangebot (Laser, Onkologie, Mykologie etc.)
Hinweis: mgo-medizin ist mit den Facharztmedien in der Dermatologie Medienpartner von DERM Frankenthal und Derm Alpin.
Weitere Informationen
Programm und Anmeldung: www.kongress-derm.de/



