Ein aktuelles Review fasst Studien zusammen, die Ernährungsgewohnheiten mit dem Schweregrad der HS in Verbindung bringen.
Demzufolge stehen proinflammatorische Diäten (klassischerweise die westliche Ernährung, Leucin reiche Ernährung und Diäten, die Bäckerhefe enthalten) potenziell im Zusammenhang mit einer Verschlimmerung der HS, wobei vorgeschlagene Mechanismen die Aktivierung von mTOR und hormonelle Dysregulation einschließen.
Im Gegensatz dazu zeigen laut Review antiinflammatorische Ansätze wie die mediterrane Ernährung, sehr kalorienarme ketogene Diäten und milchfreie Regime in Beobachtungsstudien und kleinen Interventionsserien vielversprechende Reduktionen von Schüben und Symptomen. Die Supplementierung mit Vitamin D und Zink führte bei Patienten mit dokumentierten Mangelzuständen zu einer klinischen Verbesserung, und erste Daten deuten darauf hin, dass intermittierendes Fasten die systemische Entzündung senken und die HS-Aktivität lindern kann.
Die Evidenzbasis ist heterogen, oft beobachtend oder klein, und mechanistische Zusammenhänge sind plausibel, aber in großen randomisierten Studien noch nicht nachgewiesen.
Mögliche Potenziale für die Praxis
- Berücksichtigen der Ernährungsanamnese als Teil der HS-Bewertung und Integration einer unterstützende, personalisierte Ernährungsstrategie.
- Priorisierung entzündungshemmender Ernährungsweisen gegenüber pauschalen Einschränkungen; Vitamin-D- oder Zinkmängel testen bevor eine empirische Supplementierung gestartet wird; realistische Erwartungen hinsichtlich der aktuellen Evidenzlage vermitteln.
- Patienten, die sich für eine strukturierte Ernährung interessieren, zur Zusammenarbeit mit Ernährungsexperten motivieren.
- Forschungsseits mit Blick auf die Zusammenhänge zwischen HS und Ernährung auf dem Laufenden bleiben.
Redaktion (sma)
Quelle: Beam, J., et al. (2025). Nourishing the Skin: A Review of Diet‘s Role in Hidradenitis Suppurativa. PMID: 41187235. DOI: 10.36849/JDD.9218.



