Dermatologie » Tumoren und Präkanzerosen » Präkanzerosen

»

Immun-Checkpoint-Inhibitoren bei Feldkanzerisierung

© molekuul.be_stock.adobe.com

Immun-Checkpoint-Inhibitoren bei Feldkanzerisierung

News

Dermatologie

Tumoren und Präkanzerosen

Präkanzerosen

mgo medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Diese kleine Studie untersucht die Rolle von Immuntherapien bei der Prävention von Hautkrebs und zeigt vielversprechende Ergebnisse.

Studienziel:

Bisherige Behandlungen für Keratinozytenkarzinome (KCs) verhindern nicht das neue KCs in sonnenbeschädigten Hautbereichen auftreten. Diese Studie untersucht, ob Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICIs) Veränderungen in der Feldkanzerisation beeinflussen können, indem sie die Anzahl aktinischer Keratosen (AKs) und KCs vor und nach 12 Monaten ICI-Therapie vergleichen. Es handelt sich um eine prospektive Kohortenstudie.

Eingeschlossene Patienten:

Eingeschlossen wurden immunkompetente Erwachsene mit klinischen AKs auf den Unterarmen, die eine ICI-Therapie für mindestens 6 Monate begannen. Ausgeschlossen wurden Patienten mit Immunsuppression, gleichzeitiger Chemotherapie oder Strahlentherapie und kürzlicher Anwendung von topischem Fluorouracil. Insgesamt wurden 23 Patienten eingeschlossen, davon 17 Männer, mit einem Durchschnittsalter von 69,7 Jahren.

Studienarme:

Es gab einen Studienarm, in dem alle Teilnehmer mit ICIs behandelt wurden, entweder mit PD-1- oder PDL-1-Inhibitoren, mit oder ohne CTLA-4-Inhibitor.

Studienergebnisse:

Die Anzahl der AKs nahm signifikant von 47,2 auf 14,3 nach 12 Monaten ab (P < .001). Die Gesamtzahl der KCs sank von 42 auf 17. Jüngere Patienten und solche mit einer Geschichte von Blasenbildung durch Sonnenbrand zeigten eine stärkere Reduktion der AKs. Die Unterschiede bei den KCs waren statistisch nicht signifikant.

Schlussfolgerungen:

Die Autoren schließen, dass ICIs eine potenzielle immunpräventive Strategie für Hochrisikopatienten darstellen könnten, um die Feldkanzerisation zu reduzieren.
Schwächen der Studie: Die Studie war klein und die Nachbeobachtungszeit war begrenzt. Zudem basierte die Bewertung der KCs auf histopathologischen Berichten, was zu Verzerrungen führen könnte.

Zusammenfassung:

Die Studie zeigt, dass ICIs die Anzahl der AKs signifikant reduzieren können, was auf ein Potenzial zur Prävention von Hautkrebs hinweist. Die Reduktion der KCs war jedoch nicht signifikant.

KI-generiert/Red

Quelle: Cox, C., Brown, S., Walpole, E., Roy, E., Dousset, L., Ladwa, R., & Khosrotehrani, K. (2025). Immune Checkpoint Inhibitors in Field Cancerization and Keratinocyte Cancer Prevention. JAMA Dermatology. doi:10.1001/jamadermatol.2024.5750

Bilderquelle: ©-molekuul.be_stock.adobe_.com_.jpg

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Person untersucht die Kopfhaut einer anderen Person mit einer Lupe als Symbol fuer diagnostische Abklaerung bei Haarwuchsstoerungen

Wenn Kinderhaare nicht wachsen wollen

Fachartikel

Haare, die kaum wachsen und sich schmerzlos lösen – hinter diesem Bild steckt nicht immer Alopecia areata oder Trichotillomanie. Das Loose-Anagen-Hair-Syndrom (LAHS) betrifft bis zu 10 % der Kinder in Haarsprechstunden und bleibt oft lange unerkannt. Wie die Diagnose gelingt und was Eltern wissen müssen, zeigt dieser praxisnahe Beitrag.

Dermatologie

Haarerkrankungen

Alopecia areata, Weitere Haarerkrankungen

Beitrag lesen
Medizinische Illustration mit entzündlichen Knoten und Laesionen in der Achselhoehle als typisches Bild der Hidradenitis suppurativa

HS: Positive Langzeitdaten, hohe Ansprechraten

Pharmaservice

Neue Langzeitdaten der AAD 2026 belegen: Povorcitinib, ein oraler JAK1-Inhibitor, zeigt bei moderater bis schwerer Hidradenitis Suppurativa beeindruckende Ansprechraten – bis zu 71,4 % erreichten HiSCR50, 29 % sogar vollständige Symptomfreiheit. Als erste orale Therapieoption in dieser Indikation werden Zulassungsanträge bereits bei FDA und EMA geprüft.

Dermatologie

Entzündliche Dermatosen

Hidradenitis suppurativa

Beitrag lesen
Laechelnde Person mit gepflegtem Bart vor farbigem Hintergrund als Symbolbild fuer Themen rund um Bartwuchs

Förderung des Bartwuchses bei trans Männern

News

Bartwuchs spielt für viele trans Männer eine zentrale Rolle im Transitionsprozess – doch die Testosterontherapie allein reicht oft nicht aus. Eine randomisierte Doppelblindstudie zeigt: Topisches 3% Minoxidil verbessert Bartdichte und Lebensqualität signifikant. Ein vielversprechender Therapieansatz für eine bislang wenig beachtete Versorgungslücke.

Dermatologie

Allgemeine Dermatologie

Versorgung, Forschung und Leitlinien

Beitrag lesen