Der Dermatologe Dr. Frederik Krefting vom Universitätsklinikum Essen wurde mit dem Wissenschaftspreis der Rheinisch-Westfälischen Dermatologischen Gesellschaft ausgezeichnet.
In der Kategorie „Klinische Dermatologie“ würdigte die Jury seine wegweisende Studie zur Behandlung der Schuppenflechte. Die prämierte Arbeit wurde im internationalen Fachjournal Psoriasis: Targets and Therapy veröffentlicht und untersucht den Verlauf von laborchemischen Leberfunktionsparametern unter modernen medikamentösen Therapien zur Behandlung von Menschen mit Psoriasis.
Dr. Krefting räumt mit seiner Arbeit langjährige Vorbehalte aus: Er bewies, dass moderne Therapien die Leberfunktion nicht schädigen, sondern bei Patient:innen mit Vorbelastungen sogar signifikant verbessern. „Erhöhte Leberwerte sollten kein Ausschlusskriterium mehr für diese wirksamen Therapien sein“, betont der Preisträger. Seine Forschung biete Ärzten und Betroffenen nun die nötige Sicherheit für eine effektive Behandlung der Systemerkrankung.
Der mit 5.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis in der Kategorie „Klinische Dermatologie“ wurde in diesem Jahr geteilt. Die zweite Hälfte ging an Dr. med. Norman-Philipp Hoff, leitender Oberarzt an der Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Düsseldorf. Er befasst sich mit einem innovativen Ansatz zur Behandlung chronischer Wunden mithilfe eines Extrakts aus Fliegenlarven (Lucilia sericata).
Überreicht wurde der Preis auf der 28. Tagung der Dermatologischen Wissenschafts- & Fortbildungsakademie NRW (DWFA) von Dr. med. Dorothee Dill, Direktorin der Hautklinik Lüdenscheid, im Namen einer unabhängigen Jury bestehend aus den Direktor:innen dermatologischer Kliniken in Nordrhein-Westfalen.
Redaktion (sma)
Quelle: Pressemitteilung Universitätsklinikum Essen



