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(Neo-)Adjuvante endokrine Therapie des primären Mammakarzinoms

Eine junge Frau mit Krebs mit eine Tuch über dem haarlosen Kopf nimmt eine Tablette.

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(Neo-)Adjuvante endokrine Therapie des primären Mammakarzinoms

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mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: gynäkologische Praxis

Das Hormonrezeptor-positive Mammakarzinom ist die häufigste Brustkrebserkrankung. Moderne adjuvante endokrine Therapien wie Tamoxifen und Aromatasehemmer senken Rückfall- und Sterblichkeitsrisiken deutlich – dennoch fordert das Nebenwirkungsmanagement und die Therapiewahl viel Individualität.

Zusammenfassung

Das Hormonrezeptor(HR)-positive Mammakarzinom ist mit etwa 80 % der Diagnosen die häufigste Form einer Brustkrebserkrankung. Die adjuvante endokrine Therapie, meist mit Tamoxifen oder Aromatasehemmern, senkt das Rezidiv- und Sterblichkeitsrisiko signifikant. Aromatasehemmer sind insbesondere bei postmenopausalen Frauen wirksamer, erhöhen jedoch das Knochenbruch- und Osteoporoserisiko, weshalb Präventionsmaßnahmen wie Kalzium/Vitamin D und Bisphosphonate empfohlen werden. Bei HR+ Tumoren besteht ein Risiko für späte Metastasierungen – daher wird in Hochrisikofällen eine verlängerte Therapie (über 5 Jahre hinaus) empfohlen. Prämenopausale Patientinnen erhalten meist Tamoxifen, bei erhöhtem Risiko zusätzlich eine ovarielle Suppression. Die Herausforderung liegt in der Therapietreue, da Nebenwirkungen wie Gelenkschmerzen oder Hitzewallungen häufig auftreten und zu Therapieabbrüchen führen können. Neue Therapievariationen verbessern die Adhärenz. Bei besonders hohem Risiko wird die Kombination mit Abemaciclib oder Ribociclib empfohlen, die Rezidivraten weiter senken, aber zusätzliche Nebenwirkungen bringen. Schwach ER-positive Tumore verhalten sich aggressiver und sprechen weniger gut auf die endokrine Therapie an, was eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erfordert. Die Empfehlungen der AGO Mamma bieten einen guten Überblick für Therapieentscheidungen.

Autorinnen und Autor: O. Gluz, I. Scheffen, K. Krauss, M. ten Busch, R. von Schumann
Lesen Sie den kostenpflichtigen Originalbeitrag zu diesem Thema in gynäkologische praxis 2026; 54 (1): 62-74.

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