Kardiologie » Akute kardiologische Notfälle

»

Asundexian reduziert ischämische Schlaganfälle um 26 % – ohne Blutungsrisiko

CT-Angiographie der Hirngefäße – Darstellung der zerebralen Blutversorgung bei Schlaganfall

Quelle: © samunella – stock.adobe.com

Asundexian reduziert ischämische Schlaganfälle um 26 % – ohne Blutungsrisiko

Pharmaservice

Kardiologie

Akute kardiologische Notfälle

mgo medizin Redaktion

Verlag

4 MIN

Erschienen in: herzmedizin

Die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE liefert einen potenziellen Durchbruch in der Sekundärprävention ischämischer Schlaganfälle: Der FXIa-Hemmer Asundexian reduzierte das Risiko eines erneuten ischämischen Schlaganfalls bei Hochrisikopatienten um 26 % gegenüber Placebo – und das ohne Erhöhung schwerer Blutungsereignisse. Damit ist OCEANIC-STROKE die erste erfolgreich abgeschlossene Phase-III-Studie eines FXIa-Hemmers, die eine Überlegenheit gegenüber Placebo in dieser Indikation belegt. Die vollständigen Ergebnisse der 12.327 Patienten umfassenden, globalen Studie wurden jetzt im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht – und könnten die Behandlung von Patienten nach nicht-kardioembolischem ischämischen Schlaganfall oder Hochrisiko-TIA grundlegend verändern.

Jährlich erleiden weltweit rund 12 Millionen Menschen einen Schlaganfall – 20 bis 30 % davon sind Rezidive. Trotz bestehender Therapieoptionen bleibt das Risiko eines erneuten Schlaganfalls hoch: Etwa einer von fünf Betroffenen erleidet innerhalb von fünf Jahren einen weiteren Schlaganfall. Wiederkehrende ischämische Schlaganfälle gehen häufig mit schwereren Behinderungen und einem höheren Sterberisiko einher als der Erstereignis. Der medizinische Bedarf an wirksameren und sichereren Präventionsstrategien bleibt damit erheblich.

Geschützte Inhalte gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) und sind daher nur nach Anmeldung zugänglich. Bitte loggen Sie sich ein, um auf alle geschützten Informationen, Materialien und das exklusive E-Paper zugreifen zu können.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Ärztin hält Stethoskop an die Brust mit digitaler Herzdarstellung und EKG-Kurve – Symbol für das erhöhte Herzinfarktrisiko bei früher Menopause

Frühe Menopause: 40 % höheres Risiko für Herzerkrankungen

News

Frauen, die vor dem 40. Lebensjahr in die Menopause kommen, tragen ein deutlich erhöhtes Risiko für koronare Herzerkrankungen. Das zeigt eine aktuelle US-Studie – und sie macht deutlich, warum das Menopause-Alter in der klinischen Praxis künftig stärker beachtet werden sollte.

Kardiologie

Koronare und Gefäßerkrankungen

Beitrag lesen
Mikroskopische Gewebeaufnahme eines Blutgefäßes mit sichtbarer Fibrose nach Deaktivierung eines Immun-Checkpoints – Forschungsbild zur Wirkung von Checkpoint-Inhibitoren auf das Herzgewebe

Krebsimmuntherapie und Herz: Wie Checkpoint-Inhibitoren das Herzrisiko erhöhen

News

Immun-Checkpoint-Inhibitoren gehören zu den wirksamsten Waffen gegen Krebs – doch sie können das Herz gefährden. Ein neues interdisziplinäres Forschungskonsortium will herausfinden, warum, und die Therapie sicherer machen. Die Hector Stiftung fördert das Projekt mit 1,3 Millionen Euro.

Kardiologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Ärztin im weißen Kittel hält eine digitale anatomische Darstellung von Leber und Bauchspeicheldrüse – Symbolbild für den Zusammenhang zwischen Fettleber (MASLD) und Diabetes Typ 2

Fettleber und Diabetes Typ 2: Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

News

Rund 70 % der Menschen mit Typ-2-Diabetes haben auch eine Fettleber – und beides zusammen erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und weitere schwere Folgeerkrankungen erheblich. Beim Diabetes Kongress 2026 in Berlin diskutierten Expertinnen und Experten über Früherkennung, Vorbeugung und neue Therapieansätze.

Kardiologie

Diabetes

Beitrag lesen