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Leitlinientherapie bei Herzinsuffizienz nutzt Frauen nichts  

Patientin mit Herzinsuffizienz im Krankenhausbett mit Infusion in hellem, modernen Krankenzimmer

Quelle: ©Kzenon - Adobe Stock

Leitlinientherapie bei Herzinsuffizienz nutzt Frauen nichts  

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Herzmuskelerkrankungen und Herzinsuffizienz

mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Die bei Herzinsuffizienz empfohlene Eisentherapie hilft Männern, Frauen aber nicht. Das hat Prof. Mahir Karakas, Hamburg, nachgewiesen und wird dafür von der Deutschen Herzstiftung ausgezeichnet.

Der mit 10.000 EUR dotierte Martina Grote-Wissenschaftspreis „Frauenherzen“ wird jährlich von der Deutschen Herzstiftung verliehen. Die Ausschreibung erfolgt gemeinsam mit der Projektgruppe „Frauen und Familie in der Kardiologie“ und der „Arbeitsgruppe Gendermedizin in der Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK).

Der diesjährige Preisträger Prof. Mahir Karakas, Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), hat mit der Studie FAIR-HF2 gezeigt, dass Frauen – im Unterschied zu Männern – von der bei Herzinsuffizienz empfohlenen intravenösen Eisentherapie nicht profitieren. Karakas ist Erstautor der randomisierten plazebo-kontrollierten Studie, in der Patienten mit einer linksventrikulären Herzinsuffizienz und einer verminderten systolischen Auswurffraktion (45 % oder niedriger) sowie einem nachgewiesenen Eisenmangel Eisencarboxymaltose intravenös erhielten. Im Gesamtkollektiv wurde ein positiver Einfluss der Eisensubstitution sowohl auf die Lebensqualität als auch auf die Prognose festgestellt.

Bei Frauen tendenziell höheres Sterberisiko

Allerdings ergab die geplante Subgruppen-Analyse klare Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Von den 1.105 Studienteilnehmenden – 737 Männer, 368 Frauen – war nur bei den Männern ein Benefit der Eisensubstitution nachweisbar. Bei ihnen wurde der kombinierte primäre Studienendpunkt aus kardiovaskulär bedingtem Tod und Klinikeinweisung wegen Herzinsuffizienz signifikant um 26 % gesenkt. Frauen hatten dagegen keinen Vorteil, mehr noch, es ergab sich bei Eisensubstitution sogar ein – nicht signifikanter – Anstieg der Sterblichkeit. Allerdings berichteten auch Frauen über eine symptomatische Besserung.   

Die klinisch hochrelevanten Unterschiede, die Karakas und seine Mitautoren aufgedeckt haben, sind ein weiteres Beispiel dafür, dass an Männern gewonnene Daten in der Kardiologie nicht einfach so auf Frauen übertragen werden können. Die vielfältigen Unterschiede, die bisher schon gefunden wurden, unterstreichen die Notwendigkeit, geschlechtsspezifische Aspekte systematisch in zukünftige Studien und Leitlinien einzubeziehen, so Mahir Karakas. Eine Erklärung für die unterschiedliche Wirksamkeit von Eisen bei Männern und Frauen mit Herzinsuffizienz gibt es bislang nicht.

Referenz: Karakas M et al. Intravenous ferric carboxymaltose in heart failure with iron deficiency (FAIR-HF2 DZHK05 trial): Sex-specific outcomes. European Journal of Heart Failure 2025

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung vom 25. November 2025

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