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Herzkranz-Diagnose per KI – ohne invasiven Katheter

Team Herzkatheterlabor und CathWorks mit FFRAngio-System im St. Marienhospital Vechta – erste KI-Herzdiagnostik ohne Katheter in Deutschland

Quelle: Foto: St. Marienhospital

Herzkranz-Diagnose per KI – ohne invasiven Katheter

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Koronare und Gefäßerkrankungen

mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Das St. Marienhospital Vechta setzt als erstes Krankenhaus in Deutschland das neue KI-gestützte System FFRAngio ein. Es erkennt Verengungen der Herzkranzgefäße präzise – ganz ohne den Einsatz eines Katheters oder zusätzlicher Kontrastmittelgabe.

Eine neue Ära in der Herzdiagnostik hat begonnen – und sie startet in Vechta. Das St. Marienhospital Vechta ist das erste Krankenhaus in Deutschland, das das innovative System FFRAngio zur Diagnostik von Herzkranzgefäß-Verengungen einsetzt. Die Technologie ermöglicht eine präzise funktionelle Beurteilung der Koronararterien – ohne invasiven Kathetereingriff und ohne zusätzliche Kontrastmittelgabe.

KI analysiert Blutfluss aus vorhandenen Bilddaten

Grundlage des Systems ist Künstliche Intelligenz: FFRAngio wertet routinemäßig durchgeführte Koronarangiogramme – also bereits vorhandene Bilddaten der Herzkranzgefäße – aus und berechnet daraus den Blutfluss in den Koronararterien. Die Software erstellt dabei ein detailliertes dreidimensionales Modell des gesamten Herzkranzgefäßsystems und berechnet den Blutflusswiderstand entlang jedes einzelnen Gefäßsegments.

Durch den Vergleich der Widerstände in gesunden und erkrankten Gefäßabschnitten liefert das System präzise Werte für jeden Punkt des Herzkranzgefäßsystems – und das vollständig auf Basis vorhandener Angiographie-Bilddaten, ohne zusätzliche invasive Katheter-Druckdrahtmessungen.

Weniger Risiko, mehr Präzision

Der Verzicht auf invasive Maßnahmen hat für Patienten einen doppelten Vorteil: Das Komplikationsrisiko sinkt, und die Diagnosegenauigkeit steigt. „Für die Patienten bedeutet dies eine noch präzisere Diagnostik und es optimiert die Abläufe im Herzkatheterlabor”, erklärt Dr. Achim Gutersohn, Chefarzt und Direktor der kardiologischen Kliniken Vechta/Cloppenburg am St. Marienhospital Vechta. „Ärzte erhalten eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Therapieplanung, insbesondere bei der Frage, ob eine Gefäßverengung interventionell behandelt werden sollte oder nicht.”

Wegweisend für die interventionelle Kardiologie

Dr. Gutersohn ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Interventionelle Kardiologie (DGK) und leitet die kardiologischen Kliniken am Standort Vechta und Cloppenburg. Unter seiner Leitung hat sich die Kardiologie des St. Marienhospitals in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt – mit 24/7-Versorgung, erweitertem Herzkatheterlabor und nun dem bundesweit ersten Einsatz von FFRAngio.

Die neue Technologie könnte die interventionelle Kardiologie nachhaltig verändern: Nur Patienten, bei denen eine Gefäßverengung tatsächlich behandlungsbedürftig ist, erhalten einen invasiven Eingriff. Allen anderen bleibt ein unnötiger, risikobehafteter Kathetereingriff erspart. Das schont die Patienten – und entlastet das Herzkatheterlabor.

Quelle: St. Marienhospital Vechta / Pressemitteilung

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