Neurologie und Psychiatrie » Kopfschmerzerkrankungen

»

Bewährte und neue Behandlungsstrategien in der Behandlung der Migräne

Mann mit Migräne, dem Wasser gereicht wird

Quelle: peopleimages.com – adobe.stock.com

Bewährte und neue Behandlungsstrategien in der Behandlung der Migräne

Fachartikel

Neurologie und Psychiatrie

Kopfschmerzerkrankungen

mgo medizin Redaktion

Verlag

9 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen in Deutschland und stellen eine erhebliche Belastung für das individuelle Wohlbefinden der Betroffenen sowie für das Gesundheitssystem dar. Daten aus der Studie von Porst et al. (2020) [1] zeigen, dass innerhalb eines Jahres 57,5 % der Frauen und 44,4 % der Männer mindestens einmal über Kopfschmerzen berichten. Migräne gehört zu den häufigsten primären Kopfschmerzerkrankungen und weist eine ausgeprägte geschlechtsspezifische Verteilung auf. In Deutschland erfüllen 14,8 % der Frauen und 6,0 % der Männer gemäß ICHD-3 die vollständigen Migränekriterien [1].

Die Prävalenz ist altersabhängig: Bei Frauen ist sie in der Altersgruppe der 18–29-Jährigen am höchsten, während sie bei Männern ihren Gipfel zwischen dem 30. und 39. Lebensjahr erreicht. Darüber hinaus weisen 28,4 % der Frauen und 18,0 % der Männer eine wahrscheinliche Migräne auf. Etwa 9,1 % der Menschen mit Migräne leiden unter einer chronischen Migräne mit mindestens 15 Kopfschmerztagen pro Monat.

Das Gesundheitsverhalten der Betroffenen im Jahr 2019 zeigte, dass 40,6 % der Frauen und 38,5 % der Männer aufgrund ihrer Kopfschmerzen ärztliche Hilfe in Anspruch nahmen. Medikamente zur Kopfschmerzbehandlung wurden von 82,5 % der Frauen und 67 % der Männer eingenommen. Die Nutzung von Triptanen war vergleichsweise gering: Die Triptan-Quote lag bei 7,3 % innerhalb eines Jahres bei episodischer Migräne und bei 4,7 % bei chronischer Migräne.

Daher ist es von zentraler Bedeutung, Menschen mit der Erkrankung Migräne eine individualisierte, evidenzbasierte medikamentöse Therapie anzubieten, die sich an der klinischen Symptomatik, der Attackenfrequenz, Komorbiditäten sowie dem individuellen Ansprechen auf vorherige Behandlungsversuche orientiert.

Geschützte Inhalte gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) und sind daher nur nach Anmeldung zugänglich. Bitte loggen Sie sich ein, um auf alle geschützten Informationen, Materialien und das exklusive E-Paper zugreifen zu können.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Ein Mann hält vor einem medizinischen Publikum einen Vortrag.

Kongress für klinische Neurowissenschaften: Epilepsie und Technologie im Fokus

Kongressberichte

Eine der großen Herausforderungen in der Versorgung bei Epilepsie ist es, dass viele Anfälle unbemerkt bleiben oder vom Patienten selbst inkorrekt dokumentiert werden. 55 % der Anfälle werden gar nicht und 65 % inkorrekt dokumentiert. Anhand dieser fehlerhaften Dokumentation werden Patientinnen und Patienten dann behandelt.

Neurologie und Psychiatrie

Epilepsie

Beitrag lesen
Junge Frau mit pinken Haaren zeichnet auf einem Tablet im Park – Kreativität bei Autismus-Spektrum-Störung

Patientinnen und Patienten mit Autismus in der psychotherapeutischen Praxis

Fachartikel

Die wissenschaftliche und klinische Auseinandersetzung mit Autismus hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, sodass auch die psychotherapeutische Versorgung zunehmend in den Fokus gerückt ist. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Versorgungslücken und Unsicherheiten im Umgang mit autistischen Betroffenen innerhalb der psychotherapeutischen Praxis.

Neurologie und Psychiatrie

Neurodiversität

Autismus

Beitrag lesen
Silhouette eines Mannes trinkt Wasser aus Flasche bei starker Sonneneinstrahlung – Hitzeschutz Neurologie

Hitze macht krank, und das Gehirn leidet besonders

News

Bekannt ist: Hitzewellen begünstigten die Entstehung neurologischer Ereignisse wie Schlaganfälle. Hinzu kommt: Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie MS, Parkinson, Migräne oder Demenz sind eine besonders vulnerable Gruppe; steigende Temperaturen führen bei ihnen zu spürbaren Krankheitsverschlechterungen.

Neurologie und Psychiatrie

Forschung

Beitrag lesen