Schwindel zählt zu den häufigsten Vorstellungsgründen bei Ärzten. Eine amerikanische Studie ergab eine 1-Jahres Prävalenz für Schwindelbeschwerden von 11,9 %. Von diesen Patientinnen und Patienten erfüllten 23,4 % die Kriterien für eine vestibuläre Migräne (VM). Dieselbe Studie ergab auch, dass nur 10 % dieser Patientinnen und Patienten wussten, dass sie diese Erkrankung haben.
Die seitens der Patientinnen und Patienten konsultierten Fachrichtungen sind dabei breit gefächert: Allgemeinmedizin, Neurologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Teilweise suchen Patientinnen und Patienten auch Orthopäden, Chiropraktiker und Physiotherapeuten auf, in dem Glauben, der „Schwindel käme vom Nacken”. Bei der S2k Leitlinie zu „Vestibulären Funktionsstörungen” sind die federführenden Fachgesellschaften die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde e. V. und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V.. Hingegen gibt es eine weitere S2k-Leitlinie mit dem Titel „Schwindel in der Hausarztpraxis”. Diese wird federführend von der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin herausgegeben.



